«Sie begannen morgens um halb vier Uhr mit dem Pfaden und Salzen. Dabei schneite es gerade mal fünf Zentimeter», so der Bauamtsleiter Felix Stauber. Um halb acht waren die gröbsten Arbeiten gemacht: «Es lief alles bestens. Wir hatten die Maschinen vor einer Woche getestet.»

Einsatzbereit waren die Schneepflüge auch in Brugg. Allerdings kamen sie letzte Nacht nicht zum Einsatz – Werkmeister Roger Brogli konnte länger schlafen: «Wir hatten noch keinen Winter.» Dies sei bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nichts Ungewöhnliches: «Bei uns bleibt der Schnee einfach nicht so schnell liegen. Es kommt ab und zu vor, dass in den umliegenden Gemeinden gepflügt werden muss, aber in Brugg nicht.» Tatsächlich war nur wenige Autominuten von Brugg entfernt um vier Uhr morgens der Winterdienst unterwegs, wie der Unterbözberger Gemeindeschreiber Gottfried Steigmeier bestätigt: «Auf dem Bözberg ist es weiss.»

Glatteisgefahr

Harmlos war der erste Schnee hingegen in Bremgarten. «Ich habe kurz nach vier Uhr die steilen Strassen gesalzen. Die anderen Mitarbeiter mussten gar nicht aufgeboten werden», so Werkhofleiter Harry Wäspi. Obwohl er um halb sieben Uhr fertig war, konnte er sich danach nicht wieder aufs Ohr legen: «Das nützt nichts. Die anderen Arbeiten müssen auch erledigt werden.»

Auch Herbert Küng arbeitete gestern bis um fünf Uhr abends, obwohl der Murianer Werkhofleiter bereits um halb vier Uhr morgens aus den Federn musste: «In höheren Lagen kamen Schneepflüge zum Einsatz und im unteren Dorfteil reichte Salz aus.» Der erste Wintereinsatz sei aber ohne Probleme über die Bühne gegangen. Auch in Baden ist die Premiere geglückt. Dort sorgten 12 Leute dafür, dass die Stadt bis um 7 Uhr geräumt war. Einfach waren die Verhältnisse nicht, wie Werkhofleiter Thomas Stirnemann sagt: «Wegen der schwankenden Temperaturen herrschte Glatteisgefahr. Wenn wir nicht Salz gestreut hätten, wären die Strassen Eisbahnen gewesen.» (som)