Die Raiffeisenbank Böttstein hielt in der Go Easy-Halle in Siggenthal Station vor über 1300 Genossenschafterinnen und Genossenschaftern ihre Generalversammlung zum Geschäftsjahr 2018 ab. Verwaltungsratspräsident Theo Voegtli verkündete dabei gleich zu Beginn eine gute Nachricht: «Wir sind operativ sehr gut und erfolgreich unterwegs.» Die Raiffeisenbank Böttstein konnte den Gewinn steigern, und dies trotz des schwierigen Umfelds.

Voegtli sprach auch unangenehme Themen an: «Raiffeisen war letztes Jahr oft in den Medien, und zwar nicht immer vorteilhaft», so Voegtli. So trat CEO Patrik Gisel von all seinen Funktionen zurück. Grund für seinen Abgang war eine Affäre mit einer früheren Verwaltungsrätin. Ausserdem wurden Ermittlungen gegen den früheren Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz wegen des Verdachts auf ungetreue Geschäftsbesorgung eingeleitet.

«Wir freuen uns aber, dass die Kundinnen und Kunden der Gruppe und insbesondere der Raiffeisenbank Böttstein die Treue gehalten haben», sagte Theo Voegtli weiter. Raiffeisen sei nach wie vor eine der sichersten Banken der Schweiz. Sie habe eine nachhaltige Ertragskraft und eine überdurchschnittliche Eigenmittelquote.

Personelle Veränderungen gibt es in der Bankleitung. Auf die beiden langjährigen Bankleitungsmitglieder René Rüdisühli und Alex Goepfert folgen Thomas Indlekofer, Roger Scherer und Sebastian Haus.

Neues Allzeithoch

«Auf operativer Ebene hat die Bank vor allem die neue Kernbankensoftware beschäftigt», sagte der Vorsitzende der Bankleitung, Daniel Schläpfer. Trotz der vielen personellen Ressourcen, die mit dem System gebunden waren und immer noch sind, sei es gelungen, wieder ein tolles Ergebnis zu erzielen, so Schläpfer. Der operative Bruttoertrag erreichte ein neues Allzeithoch. Mit einem Wachstum von 3,2 Prozent bei den Ausleihungen sowie einem Wachstum von 4 Prozent bei den Kundengeldern konnte ein solides Resultat erzielt werden.

Aufgrund der geopolitischen Turbulenzen hatte die Börse im letzten Quartal 2018 deutlich nachgegeben. «Dies führte dazu, dass die Depotvolumen gegenüber dem hervorragenden Jahr 2017 zurückgingen», hielt Daniel Schläpfer fest. (AZ)