Grafikdesign

Erfinder der «Karikantänechallenge» kreiert 31 originelle Masken

Der Bad Zurzacher Andreas Güntensperger hat im Oktober täglich eine neue Maske gestaltet.

Der Bad Zurzacher Andreas Güntensperger hat im Oktober täglich eine neue Maske gestaltet.

Im Frühling sorgte Andreas Güntensperger mit seiner «Karikantänechallenge» trotz Lockdown für Lacher auf Social Media. Nun hat der in Bad Zurzach aufgewachsene Grafikdesigner mit 31 selbstgestalteten Coronamasken an 31 Tagen nachgelegt.

Die Masken entstanden im vergangenen Monat, als der 30-Jährige bereits zum dritten Mal bei der internationalen Zeichnerchallenge «Inktober» mitmachte. Ein US-amerikanischer Künstler kreierte diese Challenge 2009, bei der Zeichnerinnen und Zeichner jeweils im Oktober jeden Tag neue Werke präsentieren. «Auf diese Weise bekommt man Routine und bleibt immer am Ball», sagt Güntensperger. Unterdessen werden jedes Jahr jeweils über eine Million «Inktober»-Werke auf Instagram geteilt.

Da der Zurzibieter im vergangenen Jahr und diesen Frühling mit der «Karikantänechallenge» bereits mit Karikaturen arbeitete, wollte er nun etwas Neues versuchen. Ausserdem nahm er sich für den diesjährigen «Inktober» vor, zum ersten Mal nach der offiziellen Begriffsliste zu arbeiten: An jedem Tag erhalten die Künstler ein anderes Wort, das sie zeichnerisch darstellen müssen.

..

So begann der «Inktober» von Andreas Güntensperger mit «Fisch» und endete mit «kriechen». Er wollte aber nicht nur einfach die Liste abarbeiten, sondern wie bereits im Frühling wiederum das Thema «Corona» aufgreifen, diesmal im Zusammenhang mit dem Mundschutz. Also gestaltete er jeden Tag eine neue Maske mit einem überzeichneten Mund – vom Fisch zwischen den Zähnen über eine Hasenschnauze für den Begriff «Nager» bis zum Babyschnuller am letzten Tag. «Ich fand es witzig, diese Begriffe der Liste auf den Mund einzuschränken», sagt der 30-Jährige.

Wettbewerb für Masken auf Facebook lanciert

Wie schon bei der «Karikantänechallenge» postete er jeden Tag ein Foto von sich auf Facebook und Instagram, bei der er sein neustes Werk vorstellte. «So konnte ich die Zeichnungen auf eine neue Ebene bringen», erklärt Andreas Güntensperger. Die Rückmeldungen seien wiederum sehr positiv gewesen. Einige hätten auch Vorschläge gemacht, was er zeichnen könnte. Nur: Während er im Frühling die Karikaturen nach eingesandten Fotos und Angaben wie Hobby oder Beruf der abgebildeten Personen zeichnete, gab diesmal die «Inktober»-Begriffsliste die Sujets vor.

«Viele fragten mich auch, ob sie die Masken erwerben können», sagt Andreas Güntensperger. Momentan läuft deshalb auf Facebook und Instagram ein Wettbewerb, bei dem man die Masken gewinnen kann. Der Grafikdesigner studierte Visuelle Kommunikation an der Hochschule der Künste in Bern und wohnt seit Juni in Baden. Er wird hier schon bald eine Stelle in einer Grafik- und Werbeagentur antreten.

In seiner Freizeit bastelt er an einer Laufbahn als Illustrator. Die «Karikantänechallenge» und «Inktober» sollen deswegen auch auf sein Schaffen und sein Weihnachtsgeschäft aufmerksam machen. «Momentan ist es noch kein Nebenerwerb. Mehr ein Hobby, von dem ich mir erhoffe, dass es bald etwas einbringt», sagt Andreas Güntensperger.

Weitere Informationen unter www.ag-design.ch.

Meistgesehen

Artboard 1