Bad Zurzach

«Energiewende kann eine Chance für das Zurzibiet sein»

Themen am WFZ-Frühstück im Quellen-Höfli waren die Herausforderungen und Chancen für das Zurzibiet.

Themen am WFZ-Frühstück im Quellen-Höfli waren die Herausforderungen und Chancen für das Zurzibiet.

Im Herbst 2012 hat das Wirtschaftsforum Zurzibiet den Regierungsrat im Auftrag der Bevölkerung aufgefordert, sich um die Verkehrsprobleme des Bezirks zu kümmern. Stephan Attiger hat gestern vor 150 Meinungsmachern eine ausführliche Antwort gegeben.

Regierungsrat Stephan Attiger sprach beim Frühstück des Wirtschaftsforums im Quellen-Höfli in Bad Zurzach. Der Titel seines Referats lautete «Herausforderungen und Chancen für das Zurzibiet», wobei das Thema «Verkehr» breiten Raum einnahm.

Rund 150 Meinungsmacher aus dem Bezirk hörten sich bei Kaffee, Gipfeli, Schinken, Fleischkäse und Speck an, was der Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt zu den aktuellen Bauprojekten, zur zukünftigen Verkehrsentwicklung im öffentlichen Verkehr sowie im Individualverkehr zu sagen hatte – und welche Lösungen dem Kanton nach dem Aus des Baldeggtunnels vorschweben.

Attiger mahnte die Anwesenden, zusammenzustehen und die Lösungen für die anstehenden Probleme gemeinsam zu entwickeln. Als Chancen für das Zurzibiet nannte er die Bereiche Energie und Technologie. Im Technologiebereich biete insbesondere das Paul-Scherrer-Institut in Würenlingen und Villigen Entwicklungschancen; im Energiebereich könne die Energiewende eine Chance für das Zurzibiet sein, sich weiter zu entwickeln.

Baulandreserven am richtigen Ort

«In diesen Bereichen gilt es für den Bezirk Zurzach, präsent zu sein.» Auch die Chancen in der Raumentwicklung seien für das Zurzibiet intakt, sagte Attiger. 130 Hektaren unüberbautes Bauland und 80 Hektaren in der Industrie- und Gewerbezone seien ansehnliche Landreserven, die ausreichen müssten, um den Bevölkerungszuwachs aufzunehmen. Grundsätzlich seien die Baulandreserven am richtigen Ort, sagte Attiger.

Ausführlich äusserte sich Attiger zur Ablehnung des Baldeggtunnels. Zum einen sei das Kosten-/Nutzenverhältnis nicht gewährleistet gewesen, zum anderen wäre es beinahe unmöglich gewesen, den Verkehr vernünftig auf die Autobahn abzuleiten. Der Bau des Baldeggtunnels hätte zu noch mehr Staus auf der Autobahn im Raum Dättwil geführt, sagte Attiger.

Obwohl die Kantonsstrassen im Kanton funktionieren, bleibt es für den Kanton ein Ziel, den Zugang des motorisierten Individualverkehrs zu den Autobahnen zu verbessern. Bei den Kantonsstrassen im Bezirk Zurzach bestehe Handlungsbedarf im Raum Siggenthal Station, sagte Attiger.

Er erinnerte daran, dass die Westumfahrung im aktuellen Richtplan auf der Stufe Vororientierung eingetragen ist. Nebst der in der Detailplanung steckenden Ostumfahrung befinden sich laut Attiger 40 weitere Strassenprojekte in der Pipeline.

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