Handball

Endinger Handballer: «Wir können auch in der NLA bestehen»

Der TV Endingen ist zurück in der höchsten Liga – mit professionelleren Strukturen als je zuvor. Die Vorbereitungen für die neue Saison laufen, ein erster Transfer kann bereits vermeldet werden.

Die Handballer des TV Endingen zeigten eine so souveräne Saison, dass es nur noch eine Frage der Zeit war, bis der Aufstieg in die Nationalliga A auch rechnerisch feststehen würde. Nach dem 32:28-Sieg gegen Möhlin vor 1025 Zuschauern gab es für die Spieler dennoch kein Halten mehr. Sie umarmten sich, verteilten Champagner-Duschen und feierten bis 23 Uhr in der Garderobe, ehe die Party in Zürich weiterging. Captain Christian Riechsteiner sagte am Tag nach der Aufstiegsfeier: «Wir dürfen wirklich stolz sein. Andere Teams in der Liga hatten die besseren Einzelspieler, beispielsweise Stäfa. Wir hingegen hatten das beste Kollektiv.» Riechsteiner ist zuversichtlich, dass Endingen auch eine Liga höher wird bestehen können. «Wir spielen schon lange in dieser Konstellation und sind ein eingespieltes Team. Und wir sind erfahrener geworden seit der letzten NLA-Saison.»

"Wir geben nur Geld aus, das wir auch einnehmen"

Zum fünften Mal hat Endingen den Aufstieg in die höchste Liga der Schweiz geschafft; 2007, 2009 und 2011 folgte jeweils der direkte Wiederabstieg. Sportchef Marco Eggenschwiler ist überzeugt, dass Endingen kommende Saison die Klasse wird halten können. «Die Voraussetzungen sind in allen Bereichen gut. Wir haben eine sehr stabile Mannschaft und verfügen dank der Go-Easy-Arena im Vergleich zu früheren NLA-Zeiten über eine hervorragende Infrastruktur.» Auch neben dem Feld sei der Verein professioneller aufgestellt. Ab Sommer wird neu Mark Seeholzer für das Marketing zuständig sein. Er soll den Surbtalern zusätzliche Sponsoring-Einnahmen bescheren. Seiner Maxime wird Endingen aber treu bleiben: «Wir geben nur Geld aus, das wir auch einnehmen», sagt Eggenschwiler. Mit einem Budget von ungefähr 400 000 Franken will der Verein in der Nationalliga A bestehen. «Wir zählen damit zu den kleinsten Fischen im NLA-Teich. Aber wir gehen unseren Weg unbeirrt weiter, machen keine Budget-Experimente.»

Slowenischer Spielmacher Gal Adamcic stösst zum TVE

Die Vorbereitungen auf die neue Saison haben für den Sportchef längst begonnen. Gemeinsam mit dem Vorstand hat er es geschafft, die Mannschaft mehrheitlich zusammenzuhalten. Ersetzt werden muss einzig das Torhüter-Duo. Ein erster Zuzug steht schon fest: Der slowenische Spielmacher Gal Adamcic wechselt vom TV Birsfelden nach Endingen. Bis im Winter spielte er beim slowenischen Spitzenverein MRK Krka, wechselte dann zum Team aus dem Kanton Baselland. «Seine schnelle und wurfgewaltige Spielweise hat uns überzeugt», sagt Eggenschwiler.

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