Handball

Endingen will den Aufstieg – und die Versöhnung mit Suhr Aarau

Der TV Endingen erhält eine zweite Chance.

Der TV Endingen erhält eine zweite Chance.

Das Aufstiegsspiel am Samstag (19 Uhr, Go Easy-Arena in Siggenthal) erfordert erhöhte Sicherheitsbestimmungen. Sportchef Marco Eggenschwiler verrät, wo die Aufstiegsparty voraussichtlich stattfinden würde.

Die Vorfreude auf die entscheidende Partie um den Aufstieg in die Nationalliga A in der Go Easy-Arena (19 Uhr) ist bei Anhängern und Spielern des TV Endingen riesig. Nur einer hält mit seiner Begeisterung zurück: Christian Villiger. «Ich bin glücklich über die faire Chance, die wir nun erhalten. Aber von Vorfreude kann nach den letzten Ereignissen keine Rede sein», sagt er.

Dabei hätte der Geschäftsführer eigentlich allen Grund dazu. Neben der sportlichen Chance bringt die zweite Partie innert drei Wochen unerwartete Einnahmen ein. Könnte man zumindest meinen: «Wir haben fast doppelt so hohe Ausgaben wie Ende April», sagt Villiger. Die Surbtaler müssen ausserordentliche Auflagen der Liga erfüllen. Dazu gehört auch ein umfangreicher Sicherheitsdienst.

Christian Villiger: «Wir haben fast doppelt so hohe Ausgaben wie Ende April.»

Christian Villiger: «Wir haben fast doppelt so hohe Ausgaben wie Ende April.»

Rechnet die Liga mit Ausschreitungen? «Nein», sagt Marco Ellenberger, Mediensprecher der Liga. «Aber wir gehen von einer hitzigen Stimmung aus. Es ist eine reine Vorsichtsmassnahme, wir wollen für die grösstmögliche Sicherheit der Fans und Spieler sorgen.» Auch in Endingen glaubt man an die Vernunft der Anhänger: «Der Handball-Fan ist besonnen. Wir rechnen mit einem fairen Verhalten, auch auf den Rängen», sagt Sportchef Marco Eggenschwiler.

Verhältnis mit Suhr Aarau hat gelitten

Für ein friedliches Handballfest unternimmt auch Villiger alles. Er hat mit Suhr Aaraus Vize-Präsident Thomas Kähr telefoniert und ausgemacht, dass man sich nicht mehr unnötig provozieren werde. Das Verhältnis zwischen den beiden Aargauer Vereinen hat in den letzten Wochen offensichtlich gelitten.

Der HSC Suhr Aarau hat Endingen mehrmals öffentlich kritisiert. Eggenschwiler hat wenig Verständnis dafür: «Suhr Aarau hätte genau gleich gehandelt wie wir», entgegnet er.

In Endingen ist man dennoch bestrebt, die Wogen mit dem Kantonsrivalen zu glätten. Villiger lädt den Gegner sogar zum gemeinsamen Spaghetti-Plausch ein: «Nach dem Spiel essen wir in der Go Easy-Arena zusammen Spaghetti. Suhr Aarau kann sich uns gerne anschliessen – es hat genug für alle», sagt Villiger.

Im Falle eines Aufstiegs wird das Abendessen aber nicht der letzte Programmpunkt des Abends bleiben. Eine Party ist zwar nicht durchgeplant, «dafür hatten wir schlicht keine Zeit», sagt Eggenschwiler, aber die ersten Festivitäten werden in der Arena stattfinden. Danach gehen die Spieler und Funktionäre voraussichtlich ins Grand Casino Baden, dem Sponsor des Vereins.

«Wir planen alles spontan», sagt Marco Eggenschwiler. «Aber wenn wir aufsteigen sollten, dann wird es auch eine angemessene Party geben.» Wie schon bei der Partie vor drei Wochen sind auch diesmal keine Aufstiegsleibchen gedruckt worden.

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