Nach wie vor werden viele Kinder per Elterntaxi in die Schule gebracht. Dies teilt die Schulleitung in den aktuellen Gemeindenachrichten mit. «Der Autoverkehr in den Zufahrtsstrassen rund um das Schulhaus hat ein äusserst gefährliches Mass erreicht», heisst es.

Mit jedem Auto, das auf dem Trottoir oder in den Zufahrtsstrassen stehe, wachse für die Schulkinder die Gefahr, in einen Unfall verwickelt zu werden. «Liebe Eltern, bitte beachten Sie Folgendes: Der Schulweg ist sicher, spannend und gesund für alle Kinder, die zu Fuss gehen», heisst es weiter.

«Dieses Stück Lebensweg missen Kinder, welche von ihren Eltern mit dem Auto gefahren werden. Haben Sie den Mut und gönnen Sie Ihrem Kind einen erlebnisreichen Schulweg, auch wenn es regnet.»

Bis zu zwanzig Autos stehen jeweils vor dem Schulareal Rain Schlange, um Kinder zu bringen oder abzuholen.

«Die Gemeinde hat das Problem erkannt», sagte Ammann Patrick Gosteli im letzten Oktober gegenüber der az. Man wolle an die Einsicht der Eltern appellieren. Falls die Anzahl der Elterntaxis nicht abnehme, müsse der Gemeinderat aktiv werden. Verschärfungen wie beispielsweise ein Halte- oder ein Fahrverbot rund um das Schulhaus könnten eine Lösung sein, hiess es damals.

Schweizweit wird heute etwa jedes zehnte Kind zur Schule chauffiert, in Städten gar ein Drittel der Schülerinnen und Schüler. (AZ)