AZ-Goldlauf

El Jaddar und Egger triumphieren wieder beim Gippinger Stauseelauf – das sind die Bilder

Das schöne Gefühl, das Laufjahr mit einem Sieg zu beschliessen, genossen am Stauselauf die Tagessieger Ahmed El Jaddar (Basel) und Nicole Egger (Langenthal). Beide wiederholten ihren Triumph des Vorjahres – souverän.

22:16 Minuten dauerte die Jahresschluss-Performance des Baslers mit den marokkanischen Wurzeln. Zu kurz, zu rasant für die Konkurrenz, um ernsthaft am früh sich abzeichnenden Ausgang zu rütteln. „Mein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk an mich selber“, lachte El-Jaddar.

Am Neujahrstag vor 34 Jahren ist er zur Welt gekommen. Darauf gekommen, am Klingnauer Stausee auf diese Art zu feiern, ist er bereits früher. Nach 2016 und 2018 erkämpfte sich der Stilist den dritten Tagessieg. Nur vor zwei Jahren musste er sich mit Rang 2 begnügen. Vor diesem Hintergrund eine untergeordnete Rolle spielte es, dass er gegenüber dem letzten Jahr zwei Sekunden mehr benötigte für die 7,53 km. „Auch dieses Resultat lässt mich zuversichtlich ins 2020 blicken“, sagte er – zumal er durch niemanden gefordert wurde und die Temperatur hindernd tief war.

Und hinter sich liess El Jaddar namhafte Konkurrenz. Die angestrebte Leaderposition bereits beim Aufstieg auf den Damm nach rund 300 m büsste Adrian Lehamann ein. Die aktuelle Nummer 3 der Schweizer Marahton-Hierarchie hinter Tadesse Abraham und Patrick Wägeli traute sich nicht, das „horrende Anfangstempo mitzugehen“. Die Folge: Lehmann vermochte das Rad nicht mehr zu wenden. 20 Sekunden nach El Jaddar lief er ein. Der drittplatzierte, hoch qualifizierte Mekonen Tefera büsste bereits 1:26 Minuten ein.

Egger pusht bis zum Schluss

Bei den Frauen drückte Nicole Egger ebenfalls von Beginn an aufs Tempo. Die 34-Jährige aus Langenthal wusste sich in einer besseren Form als im Vorjahr. Und sie pushte sich bis am Schluss, so dass ihre Siegerzeit mi 25:28 Minuten nicht weniger als 57 Sekunden besser ausfiel als vor einem Jahr. Sie lachte: „Meine Risikotaktik ging auf.“

Die zweifache Schweizermeisterin von 2019 suchte mit einem Tempolauf einen beflügelnden Jahresabschluss. Klar auf Rang 2 verwies sie Natalja Gemperle, die OL-Weltklasse-Läuferin, welche den Stauseelauf vor zwei Jahren gewonnen hatte. Doch diese zeigte sich trotz des Rückstandes von 1:14 Minuten angetan von ihrem Rennen: „Ich war durch gesundheitliche Probleme bis Anfang November zum Nichtstun gezwungen. Dieses Resultat beweist, dass es wieder aufwärts geht.“ 1:30 Minuten büsste die Suhrerin Selina Ummel ein.

Insgesamt beteiligten sich gut 800 Läuferinnen und Läufer am letzten Rennen der diesjährigen AZ-Goldläuf-Serie.

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