Endingen/Unterendingen

Eine Lilie ziert das neue Gemeindewappen

Das neue Wappen. ZVG

Das neue Wappen. ZVG

Vor einem halben Jahrhundert gab es in Unterendingen und Endingen Diskussionen um die Dorfwappen, die erst mit einem Entscheid des Regierungsrates endeten. Endingen führte das bis heute offizielle Wappen mit einer halben Lilie im Jahre 1926 ein.

Als 1934 in Unterendingen die Überreste der «Burg der Herren von Endingen» entdeckt wurde, beanspruchte Unterendingen das Wappen aber für sich und wandte sich 1953 mit einer Beschwerde an den Regierungsrat, heisst es im Schlussbericht zum Zusammenschluss. Der Regierungsrat habe aber zugunsten von Endingen entschieden.

Derzeit sehen die beiden Wappen fast gleich aus: Sie bestehen aus einer halben Lilie. Der einzige Unterschied besteht in der Farbe: Rot, blau und weiss gehörten zu Unterendingen; gelb, rot und weiss zu Endingen.

Alle Farben wiederverwendet

Falls sich die beiden Gemeinden nun tatsächlich zusammentun, wird das neue Wappen aus einer blau-weissen Lilie auf rot-gelbem Hintergrund bestehen. Entworfen wurde es in Absprache mit dem Kanton Aargau. «Dass aus den halben Lilien jetzt eine ganze Lilie wird, soll ein Symbol sein für das Zusammenwachsen der beiden Ortschaften», sagt der Endinger Gemeindeammann Lukas Keller. «Zudem werden im neuen Wappen alle Farben wiederverwendet, aus denen die bisherigen Wappen bestehen», sagt Unterendingens Ammann Kurt Hauenstein.

Kritische Fragen zum Zusammenschluss waren nur wenige zu hören an den beiden Informationsveranstaltungen zum Zusammenschluss – eine fand in Endingen statt, eine Zweite eine Stunde später in Unterendingen. Für Unverständnis sorgte bei einem Bürger die Tatsache, dass die Postleitzahlen im Falle eines Zusammenschlusses nicht vereinheitlicht werden.

Den Schlussbericht zum Zusammenschluss präsentierte Projektleiter Melchior Buchs. «Mir ist aufgefallen, dass die beiden Gemeinden und auch der Kanton den Zusammenschluss sehr pragmatisch angegangen sind», sagt er. Mit einem Ja an den Gemeindeversammlungen im Juni wäre der Zusammenschluss aber noch nicht Tatsache. Notwendig ist die Zustimmung beider Gemeinden an der Urne. Erhält das Projekt auch da grünes Licht, liegt der Entscheid beim Grossen Rat.

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