Bad Zurzach

Eine Deponie der besonderen Art: Tonnen von Materialien werden hier zwischengelagert

Im Gebiet Seeächer wird Aushubmaterial gelagert.

Im Gebiet Seeächer wird Aushubmaterial gelagert.

Wenige hundert Meter von der Baustelle zur Ostumfahrung in Bad Zurzach entfernt, türmen sich Humus, Unterboden und Kies.

Grosse Ereignisse werfen bekanntlich ihre Schatten voraus. Im übertragenen Sinn und rein geografisch betrachtet, tun dies auch die Bauarbeiten der Ostumfahrung in Bad Zurzach: Zwar einige hundert Meter von der eigentlichen Baustelle entfernt und doch ein wichtiger ­Bestandteil der Arbeiten, wird im Gebiet Seeächer eine Zwischendeponie der besonderen Art betrieben.

Zeitgleich mit dem Beginn der Bauarbeiten im Bereich Breitestrasse am 13. Januar hatte sich auch zwischen Regibad-Kreisel und Zoll Auffälliges getan: Zunächst wurden auf der Brache gegenüber von Mauchle- Getränkehandel und Car Wash Center nigelnagelneue Holzmateriealien gestapelt. Dann begannen Bagger massive Erdbewegungen auszuführen. Gleichzeitig wurden mittels des Holzes stattliche Boxen errichtet. In, neben und vor diesen türmten sich alsbald Berge von unterschiedlichen Materialien: Eine Aushubmaterial-Zwischendeponie war entstanden.

Zwischendeponie lag mit der Ostumfahrung auf

«Bei den Arbeiten zur Ostumfahrung werden tonnenweise guter Humus, Unterboden, im Fachjargon als A- und B-Böden bezeichnet, und Kies sowie weitere wiederverwendbare Materialien ausgehoben», erklärt Mäni Moser, Beauftragter Ostumfahrung der Gemeinde Bad Zurzach. In einer weiteren Box werde Material gelagert, dessen Wiederverwertbarkeit zunächst noch geprüft werden müsse. Moser schätzt, «dass hier in den kommenden zweieinhalb bis drei Jahren wohl 100000 Tonnen Materialien zwischengelagert werden.»

Für die Bewohner der neuen Einfamilienhäuser unterhalb vom Bahndamm und somit unmittelbar hinter der Deponie kein sehr angenehmer Zustand. Indes: «Bei dem rund eine Hektare grossen Areal handelt es sich um Gewerbeland, auf dem jederzeit hätte entsprechend gebaut werden können», sagt Mäni Moser. Die Zwischendeponie war mit dem Projekt der Ostumfahrung aufgelegen und auch damit bewilligt worden. Bernhard Fischer als Besitzer des Areals hatte den zuständigen Behörden die Bewilligung für die zwischenzeitliche Nutzung erteilt. Ruedi Indermühle als Pächter des Landes wird dafür entschädigt.

Meistgesehen

Artboard 1