«Für rund 180 Kinder und Jugendliche ist die Schule Leibstadt nicht nur Lernort», schreibt Schulleiter Ueli Zulauf in einer Medienmitteilung. Die Tatsache, dass sie in der Schule auch einen grossen Teil ihrer Lebenszeit verbringen und dass Lehrpersonen und Mitschüler für sie wichtige Bezugspersonen seien, mache deutlich, dass die Schule auch Lebensraum sei.

Befragung im Januar

Wie erfahren die Schülerinnen und Schüler die schulische Umgebung? Welche Erfahrungen machen Mütter und Väter in den Begegnungen mit der Schule? Diese Fragen standen im Zentrum einer anonym durchgeführten schriftlichen Befragung der Lernenden ab der 3. Primarschulklasse und ihrer Eltern.

Die Erhebung wurde im Januar durchgeführt. Sie ist Teil des schulischen Qualitätsmanagements, das auf Feedbacks aufbaut. Im Speziellen Stellung nehmen konnten die Befragten zu den Bereichen Unterrichtsgestaltung, Lernatmosphäre, Prüfen und Beurteilen, Wohlbefinden und Hausaufgaben.

Die Eltern konnten sich zusätzlich zur Information und zur Zusammenarbeit äussern. Sowohl Kinder als auch Erwachsene erhielten Gelegenheit, offen formulierte Fragen zu Highlights und Flops zu beantworten und es konnten auch Verbesserungsvorschläge gemacht werden.

Der Rücklauf betrug bei den Schülerinnen und Schülern 100 Prozent, bei den Eltern rund 95 Prozent.

Positives Ergebnis

Das Ergebnis der Umfrage ist laut Schulleiter Zulauf ausgesprochen positiv ausgefallen. Sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Eltern zeigten sich in ausnahmslos allen Punkten grossmehrheitlich zufrieden.

Die Prozentwerte bewegen sich auf der Positivseite durchs Band im Bereich von 80 und 90 Prozent. Signifikante Unterschiede in der Bewertung der Themenbereiche wurden keine gemacht.

Am kritischsten – 78 Prozent positiv – wurde von den Eltern die Zusammenarbeit mit der Schule beurteilt. Demgegenüber sagten 94 Prozent der Erziehungsberechtigten, dass sich ihr Kind von den Lehrpersonen immer oder meistens angenommen und verstanden fühlt.

Als bemerkenswertestes Ergebnis bei der Schülerbefragung stuft Zulauf ein, dass sich rund 93 Prozent an der Schule und in ihrer Klasse immer oder meistens wohlfühlen.

Hinweisen nachgehen

Dass es beim Thema «Wohlbefinden und Zusammenleben» auch vereinzelte Negativ-Feedbacks gab, nehmen Schulleitung und Schulpflege ernst. In Zusammenarbeit mit den Klassenlehrpersonen gehen sie den Hinweisen auf gravierende Probleme nach.

Als sehr anspruchsvoll erwies sich laut Zulauf die Auswertung der Antworten auf die offenen Fragen. Bei den Schülerinnen und Schülern machen Schulleitung und Schulpflege Handlungsbedarf aus in Bezug auf Absprachen unter Lehrpersonen, Mitsprache- und Mitgestaltungsmöglichkeiten der Lernenden sowie Einrichtung eines Verkaufs von Pausenverpflegung.

Die Eltern scheint die Einhaltung der Schulregeln stark zu beschäftigen, verbunden mit der Erwartung, dass die Lehrpersonen diesem Thema besondere Aufmerksamkeit schenken. Grosse Bedeutung messen die Eltern speziellen Anlässen wie Projektwochen und Skilager bei.

Die Ergebnisse der Befragung sehen Schulpflege und Schulleitung als Ansporn, den eingeschlagenen Weg des konsequenten Feilens an der Schulqualität weiterzuführen. (AZ)