Bad Zurzach

Ein Neujahrsapéro im Zeichen des Sports

Am Sonntag lud der Gemeinderat Bad Zurzach die Bevölkerung zum Neujahrsapéro mit Podiumsgespräch zum Thema „Meine Sportkarriere, die in Bad Zurzach begann“. Der Anlass im Gemeindezentrum war äusserst gut besucht.

«Schon als kleiner Knirps habe ich am liebsten mit Stecken und Plastikschwertern herumgefuchtelt», sagt der 12-jährige David Meinert, einer der fünf jungen Sportler, deren Karriere in Bad Zurzach ihren Anfang nahm. So erstaunt denn nicht, dass ihn seine Mutter beim Club Um Yang Dojang zum Training anmeldete. Das war 2015, als David mit Haidong Gumdo (koreanische Schwertkampfsportart) begonnen hat. «Nur ein Jahr später durfte er bereits zur Europameisterschaft nach Köln fahren», skizzierte Moderator Bruno Perlini die steile Karriere des Jungstars.

Talentierte Bad Zurzacher
Er sei etwas nervös, sagte der 24-jährige Handballer Sebastian Kündig. «Ich bin es nicht gewohnt, vor so vielen Menschen zu reden. Ich bin gewohnt, vor Publikum auf dem Feld hin und her zu rennen. Und wenn ich dabei zu viel rede, bekomme ich sogar eine Strafe.» Nichtsdestotrotz liess er die Besucher am Werdegang seiner Sportlerkarriere teilhaben, die ihn bis ins Nationalliga A-Team brachte. Im Moment muss der 24-Jährige verletzungsbedingt pausieren. Alles andere als pausieren steht auf dem Trainingsplan des 21-jährigen Jan Brunner. Als Orientierungsläufer legt er wöchentlich 100 bis 130 Kilometer zurück. Einst zog es ihn nach Schweden, um dort mit den besten der besten zu trainieren. Inzwischen ist er wieder in der Schweiz. Mit den vielen Brennnesseln und Brombeeren auf seinen Laufstrecken – die ihn einst in den heimischen Gefilden massiv störten - hat er Frieden geschlossen. Dass er fussballtechnisch was drauf haben muss, beweist die Tatsache, dass Marko Mijatovic im Alter von 13 Jahren von den beiden Zürcher Fussballvereinen und vom FC Aarau angefragt wurde. Schlussendlich entschieden sich seine Eltern, ihn beim FC Aarau spielen zu lassen. Inzwischen ist der 17-Jährige im U-18-Team Aargau mit von der Partie.

Auch die Sportlerkarriere von Laura Perlini, Tochter des Moderators, hat ihre Wurzeln in Bad Zurzach. «Letztes Jahr habe ich meine persönliche Bestleistung mit einem Weitsprung von 5,80 Meter erreicht. Wenn ich dies bis März nochmals hinkriege, darf ich an die U18-EM in Ungarn fahren», sagt die 15-Jährige, die beim LV Fricktal trainiert.

Doch nicht nur die fünf Jungtalente kamen zu Wort, sondern auch der Gemeindammann Reto Fuchs. In seiner Neujahrsrede liess er 2017 Revue passieren, unter anderem mit einer Bildergalerie zu den wichtigsten Ereignissen.

Und er erläuterte dem Publikum, was 2018 in Bad Zurzach und der Region besonders wichtig sei. Das wichtigste Thema überhaupt sei die Bildung. Deshalb mache sich die Gemeinde stark für «Drei Talschaften, drei Oberstufen mit allen Schulstufen – Aaretal, Surbtal und Rheintal. Vertieft geprüft werde zudem der Zusammenschluss von zehn Gemeinden im Rheintal-Studenland. Erste Ergebnisse werden Ende Jahr erwartet.

Spatenstich für Schulhaus
2018 dürfte der Spatenstich für den neuen Werkhof und das neue Schulhaus erfolgen. Wichtig sei auch die Neuorganisation der verschiedenen Märkte, sagte Gemeindeammann Reto Fuchs. Hierfür würden noch Freiwillige gesucht. Und – die Alters- und Pflegesituation sei im Wandel. Auch da seien entsprechende Klärungen im Gange. Der Anlass wurde von der Jugendmusik Bad Zurzach unter der Leitung von Chris Schneider musikalisch umrahmt. Auch fürs leibliche Wohl war mit Leckereien aus verschiedenen Kulturen gesorgt.

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