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Ehemaliger Zurzach-Junior will GC in Champions-League-Quali zum Sieg hexen

GC-Ersatztorhüter Vaso Vasic stand beim Super-League-Spiel gegen den FC Sion vergangenen Samstag zwischen den Pfosten.

GC-Ersatztorhüter Vaso Vasic stand beim Super-League-Spiel gegen den FC Sion vergangenen Samstag zwischen den Pfosten.

Vaso Vasic (24) hütet heute Abend in der Champions-League-Quali gegen Lille das Tor der Grasshoppers. Seine Karriere startete er beim SC Zurzach – als Feldspieler.

Weil sich Grasshoppers-Stammgoalie Daniel Davari letzten Samstag einen Augenhöhlenbruch zuzog, steht heute Abend beim Champions-League-Qualifikationsspiel in Lille Ersatztorwart Vaso Vasic (24) zwischen den Pfosten. Er hat erst sieben Minuten in der Super League absolviert und steht nun vor seinem ersten Einsatz auf internationalem Parkett. Ganz besonders die Daumen drücken werden Vasic die Mitglieder des SC Zurzach – dem Verein, in dem er seine Karriere als Knirps begonnen hat. «Vaso wohnte damals in Rietheim, bei Bad Zurzach. Er kickte Ende der 1990er-Jahre bei den E-Junioren, stand aber noch nicht im Tor, sondern war Feldspieler. Meistens spielte er als Stürmer, er war sehr lauffreudig. Und sein Vater ebenso, der mitfieberte und die Seitenlinie rauf- und runterrannte», erinnert sich Patrick Hauenstein, Vorstandsmitglied des SC Zurzach.

Als Achtjähriger wechselte Vasic zu Wettingen, ehe er bei YF Juventus landete. Seine Goalie-Karriere startete, als bei einem Junioren-Turnier in Piacenza (It) der Goalie ausfiel und Vasic ins Tor gestellt wurde. Im Alter von 13 wechselte er zu GC, wo ihn Milan Sarovic unter die Fittiche nahm, der Entdecker unter anderem von Nati-Goalie Diego Benaglio.

Über Winterthur, erneut den YF Juventus und zuletzt dem FC Schaffhausen landete Vasic, der zwischenzeitlich arbeitslos war, diesen Sommer wieder bei den Grasshoppers. Vor dem Spiel im Stade Pierre Mauroy (Kapazität: 50'186 Zuschauer), bei dem GC einen 0:2-Rückstand aus dem Hinspiel aufholen will, gibt er sich selbstbewusst: «Nervös bin ich nicht. Viel eher verspüre ich eine grosse Freude, dass ich einen solchen Match bestreiten darf. Für mich ist das eine Riesenchance.»

Sein Trainer Michael Skibbe sagte im «Blick»: «Für ihn ist es ein ganz, ganz grosser und ganz, ganz schneller Schritt, wenn man bedenkt, dass er vor ein paar Monaten noch in der Challenge League gespielt hat. Eine tolle sportliche Herausforderung. Doch ich denke, er wird sie meistern.» Das hoffen auch die Mitglieder des SC Zurzach: «Heute Abend drücken wir alle Vaso die Daumen», sagt Patrick Hauenstein.

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