Oberstufe

E-Scooter werden in Klingnau aus der Schule verbannt

Klingnauer Schüler dürfen auf dem gesamten Schulareal nicht mehr mit solchen Trottinetts fahren.

Klingnauer Schüler dürfen auf dem gesamten Schulareal nicht mehr mit solchen Trottinetts fahren.

An der Oberstufe Unteres Aaretal gibt es immer mehr Schüler mit Elektrotrottinetts. Jetzt hat die Leitung reagiert.

Vor wenigen Tagen erhielten die Eltern von Schülerinnen und Schülern einen Brief der Oberstufe Unteres Aaretal (OSUA). Dessen Inhalt: Auf dem gesamten Schulareal ist der Gebrauch von E-Scootern und E-Bikes ab sofort untersagt. «Wir haben eine etwas überraschende Zunahme von Jugendlichen registriert, die mit ihren Elektrogefährten vor der Schule verkehren oder über den Pausenplatz fahren», sagt Schulleiter Franco Corsiglia. Das habe teilweise zu heiklen Situationen geführt.

Mit dem Schreiben wolle die Schule nicht den Drohfinger erheben oder Detektiv spielen, so Corsiglia. «Wir weisen darin primär auf die geltende Rechtslage und die Sicherheit hin.»

E-Scooter dürfen erst 14-Jährige fahren

Die besagt, dass wer heute in der Schweiz einen E-Scooter oder ein E-Bike mit Tretunterstützung bis 25 Stundenkilometer fahren will, muss mindestens 14 Jahre alt sein. Und das auch nur, wenn sie einen Mofa-Ausweis haben. Ohne solchen Schein ist das Fahren mit dieser E-Bike-Kategorie erst ab 16 Jahren gestattet. Jugendliche, die sich nicht an diese Bestimmungen halten und von der Polizei angehalten werden, riskieren eine Busse bis zu einer Anzeige bei der Jugendanwaltschaft, heisst es im Schreiben an die Eltern der Schüler.

An Oberstufen wie in Klingnau sind die Jugendlichen mehrheitlich jünger. Um die Eltern zu sensibilisieren, wies die Schule an einem Informationsabend vor kurzem zusätzlich darauf hin. Auch die Regionalpolizei Zurzibiet behandelt das Thema im Rahmen ihrer Präventionskampagne, wie Repol-Chef René Lippuner auf Anfrage sagt.

Thema beschäftigt auch Bundesbern

Mit der Nutzung der boomenden Elektrogefährte beschäftigte sich in der Frühjahrssession ebenfalls der Ständerat. Die kleine Kammer hatte sich für eine Anpassung auf Alter zwölf ausgesprochen. Der Bundesrat lehnte dies jedoch ab.

Schulleiter Franco Corsiglia schliesst sich der Haltung der Landesregierung an. Er plädiert zwar bei jungen Menschen auf Eigenverantwortung. Wissenschaftlich sei es aber erwiesen, dass die Ratio bei 12-Jährigen noch nicht fertig entwickelt sei. «Man erwartet von ihnen hier Eigenverantwortlichkeit, die sie gar noch nicht alleine tragen können», so Corsiglia.

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Autor

Daniel Weissenbrunner

Daniel Weissenbrunner

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