2008 wurde die Krankheit erstmals in der Schweiz nachgewiesen. Vier Jahre später war die Eschenwelke im ganzen Land verbreitet. Der Ursprung der Pilzkrankheit wird im asiatischen Raum vermutet. Die Pilzsporen befallen jeweils ab Frühsommer die Eschen.

Die Robidogs, Sitzbänke und Wanderwegweiser am Rekinger Rheinbord werden bald abmontiert und in Sicherheit gebracht. Quartierstrassen werden gesperrt, Umleitungen signalisiert. Vom 14. bis zum 18. März gehört das 700 Meter lange Waldstück den Förstern. Rund 25 Prozent vom gesamten Wald werden gelichtet. «Sicherheitsholzschlag» lautet das Stichwort. Zwischen der Einmündung Chrüzlibach und der Gemeindegrenze zu Bad Zurzach werden die kranken Eschen gefällt. Rund 200  m3 Holz fallen an. «Für Wanderer und Anwohner entsteht ein Fenster auf den Rhein», sagt Hans-Peter Nussbaum, Abteilung Landschaft und Gewässer vom Kanton. Viele würden sich über die freie Sicht auf den Fluss freuen.

Die beiden betroffenen Parzellen gehören dem Kanton Aargau und der Solvay AG. Wegen der Pilzkrankheit sind viele Bäume dürr geworden, samt Wurzelwerk gestürzt, Äste sind auf Wanderwege und Strassen gefallen. Im dümmsten Fall klatschen die Bäume in den Rhein. Das steile Bord ist ein schlechter Standort für die kranken Bäume.

«Aus Sicherheitsgründen haben die Eigentümer entschieden, dass die Eschen gefällt werden müssen», sagt Revierförster Felix Binder. Auf ihn und sein Team wartet eine Knochenarbeit. Für schweres Gerät ist das Bord nicht zugänglich. Nur mit Mann und Motorsäge geht es ans Werk, ehe die Stämme mit Seilwinden hochgezogen werden.

Den Auftrag hat der Kanton an den Forstbetrieb Tegerfelden vergeben. «Wir haben gute Erfahrungen mit der Vergabe an lokale Forstbetriebe gemacht», sagt Nussbaum, «sie verfügen über wichtige Ortskenntnis.» Die bis zu 100-jährigen und teils schräg im Rheinbord stehenden Eschen müssen weg. Sie werden später als Industrie- und Hackholz verkauft. Allerdings sind die Eschen-Preise im Keller, weil aufgrund der Eschenwelke ein Überangebot herrscht.