«Sogar ein Ehepaar aus Zug kam zur Pflanzung und ein Heimweh-Tegerfelder ist extra aus Klosters angereist», sagte Peter Wiedemeier, OK-Präsident 900 Jahre Tegerfelden. Total haben sich 750 Personen die Pflanzaktion nicht entgehen lassen. Ein voller Erfolg.

Die Idee, anlässlich des 900-Jahr-Jubiläums von Tegerfelden Bäume zu pflanzen, hatte ein alteingesessener Landwirt. Seine Vision, diese irgendwo im Dorf zu platzieren, wurde vom Revierförster Felix Binder und dem Eichenwald-OK-Chef Andreas Baumgartner aufgenommen und weitergesponnen.

Schliesslich gipfelte die Vision im 900 Bäume umfassenden Projekt Eichenwald 2013. Der Gemeinderat und die Ortsbürger gaben grünes Licht, dieses Projekt in einem vom Sturm Lothar geschädigten Waldstück im Hörndli umzusetzen.

Das war zugleich der Startschuss, die 4-jährigen Eichen im Thurgau zu besorgen und die Eichen für 35 Franken pro Stück an die künftigen Besitzer zu bringen. «Wir haben bewusst Bäume gewählt, die bereits zwischen 80 und 120 Zentimeter gross sind», sagte der Revierförster.

Man wolle den Baumbesitzern, die am Samstag zur Pflanzung kamen, ein bleibendes Bild vom entstehenden Eichenwald mitgeben. Zum Schutz der frisch gesetzten Bäume wurde das Waldstück vorgängig eingezäunt, denn frische Eichenknospen sind eine Delikatesse für Rehe.

Förster betreuen Eichenpflanzer

«Das Projekt Eichenwald ist eine gute Sache», sagten Marisa und Martin Mattenberger aus Lengnau. «Und sie bringt die Leute zusammen», waren die beiden überzeugt. Die Mattenbergers waren auf einem der fünf Traktoren mit Anhänger unterwegs, welche die Pflanzwilligen vom Forstwerkhof hinauf aufs Hörndli karrten.

Pro Fahrt kamen rund 125 Personen zum Pflanzplätz, der eine gute halbe Hektare umfasst. Dort wurden sie von einem Dutzend Forstmitarbeiter empfangen. Und nachdem Revierförster Felix Binder die Eichenbesitzer über den Ablauf informiert hatte, gings ans Bäumesetzen.

Unter kundiger Anleitung wurden die kleinen Eichen in die bereits vorbereiteten Löcher gestellt und mit Erde zugedeckt. Die Erde wurde dann noch fein säuberlich festgetreten. So wurde Baum um Baum gepflanzt, bis die 30 Reihen à 30 Bäume standen.

Jeder Baum trägt einen Namen, der allerdings nicht am Baum selber, sondern auf eine Infotafel geheftet ist. Nicht nur die Grossen hatten ihre helle Freude an den frisch gepflanzten Eichen, sondern auch die Kleinen.

Der dreijährige Dario war mit seiner fünfjährigen Schwester Salome und seinem Gotti Karin Zöbel gekommen. Auf die Frage, obs ihm Spass macht, nickte er freudestrahlend und posierte nur zu gerne fürs Foto.

Peter Wiedemeier freuts, dass fürs Jubiläum mit dem Projekt Eichenwald nochmals etwas Nachhaltiges auf die Beine gestellt werden konnte - nebst der Schaffung eines Waldspielplatzes. Die Einweihung dieses Spielplatzes wird dann am 4. Mai über die Bühne gehen und dürfte, wie schon die Baumpflanzet, erneut ein Publikumsmagnet werden.