Begleitet von vier Schweizergardisten betrat Bischof Felix Gmür am Sonntagvormittag die Döttinger St.-Johannes-Kirche. Am Festgottesdienst errichtete er den Pastoralraum Aare-Rhein: Auf der Basis eines gemeinsamen Pastoralkonzeptes arbeiten künftig sieben Pfarreien im Bezirk Zurzach verstärkt zusammen – Döttingen, Kleindöttingen, Klingnau, Koblenz, Leibstadt, Leuggern und Schwaderloch. Der Bischof von Basel sagte: «Wir errichten den Pastoralraum nicht, weil wir gerne Dokumente schreiben, sondern damit Sie alle, damit wir den Glauben besser leben können.» Er sprach von einem langen, komplizierten Prozess; er sei froh, dass die Errichtung des Pastoralraumes im zweiten Anlauf geklappt habe. «Auf manches werden die Pfarreien verzichten müssen, aber sie bekommen auch Neues.» Und er sagte zu den Besucherinnen und Besuchern in der Kirche: «Ihre Mobilität, die Sie sowieso jeden Tag leben, können Sie jetzt auch in der Kirche ausleben.»

Der Pastoralraum wird geleitet vom Döttinger Seelsorger Daniel Kyburz. Er erhielt Applaus für folgende Aussage: «Ich wünsche mir, dass meine Enkeltochter erleben darf, dass Frauen als Priesterinnen arbeiten, dass Frauen Bischöfinnen werden.» Bischof Felix Gmür nahm bei seinen Abschlussworten – neben ihm standen Ministrantinnen – Bezug darauf. «Ich habe ihnen gesagt: Kommt nach vorne. Wir freuen uns, dass es so viele Ministrantinnen hat. Denn es ist gut, wenn die Frauen vorne sind.»

Zum Team des Pastoralraums Aare-Rhein gehören neben Daniel Kyburz auch Stefan Essig als leitender Priester und Seelsorger in der Pfarrei Leuggern, der Döttinger Seelsorger Daniel Kyburz sowie die Seelsorger Niko Banovic (Klingnau), Christina Burger (Kleindöttingen), Walter Gagesch (Leibstadt und Schwaderloch) und Sabine Tscherner (Koblenz).