Schulstreit

Döttingen schickt die Oberstufe Aaretal mit grossem Mehr bachab – auch Full-Reuenthal sagt Nein

Döttingen lehnt den Beitritt zum geplanten Gemeindeverband Oberstufe Aaretal mit grossen Mehr ab. Full-Reuenthal stimmt einem Rückweisungsantrag zu. Das bedeutet das Ende des geplanten Gemeindeverbands.

Die Entscheidung ist gefallen: Die Oberstufe Aaretal (OSA) findet beim Volk nicht die nötige Mehrheit. Nach Klingnau und Leibstadt sagt auch die Gemeindeversammlung von Döttingen Nein zum Beitritt des geplanten Gemeindeverbands. Damit hätte dieser mit den verbleibenden Gemeinden mit Sicherheit zu wenig Bezirksschüler. 

Die Gmeind von Full-Reuenthal hat einen Rückweisungsantrag zur Oberstufe Aaretal mit 86:12-Stimmen angenommen. Damit wurde, wie in Klingnau gar nicht mehr zur Abstimmung über den Beitritt zur OSA. 

An der Döttinger Gmeind war nicht ein Votum Pro OSA zu hören. Dagegen sprachen zirka fünf Personen, auch die Döttinger FDP-Grossrätin Claudia Hauser machte sich für ein Nein stark. 

Böttstein hat dagegen mit 113 Ja zu 43 Nein dem OSA-Beitritt zugestimmt. Koblenz hat das Geschäft wegen Vorbehalten gar nicht erst für die Gemeindeversammlung traktandiert. Am Mittwochabend stimmt auch Full-Reuenthal über die OSA ab. 

Döttingen stimmt Überweisungsantrag zu

Die Döttinger Gmeind stimmte zudem einem Überweisungsantrag von Christoph Rechsteiner fast ohne Gegenstimmen zu. Der Auftrag: Der Regionalplanungsverband Zurzibiet soll eine Lösung der Oberstufen-Standorte im Zurzibiet ausarbeiten. An der Döttinger Gmeind nahmen 184 von 1907 Stimmberechtigten teil. 

Schwaderloch stimmt am Freitag, 24. November, über die OSA ab, Mandach am Freitag, 1. Dezember. Leuggern hat der OSA zugestimmt. 

Die Döttinger Gmeind stimmte weiter dem Kauf von zwei Vorhard-Parzellen mit 88 Ja zu 52 Nein zu. Dazu lehnten die Stimmbürger den Vorschlag des Gemeinderats ab, den Steuerfuss von 110 auf 115 Prozent zu erhöhen. Eine Mehrheit fanden 110 Prozent. Inklusive des Steuerfussabtauches von 3 Prozent mit dem Kanton entspricht dies einer Steuerfusserhöhung von 3 Prozent. 

Nein zur Altersheim-AG

Döttingen lehnt zudem die Umwandlung des Gemeindeverbands regionales Altersheim in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft ab. Ebenso sagt das Stimmvolk Nein zur Auflösung des Gemeindeverbands regionale Jugendarbeit, wie schon Klingnau. Neben den beiden Nachbargemeinden auf der rechten Aareseite gehören auch Böttstein und Leibstadt dem Verband an. Leuggern ist vor längerem ausgetreten. Mit Böttstein hat die letzte dieser drei Gemeinden am Mittwochabend auch der Auflösung des Jugendarbeit-Verbands zugestimmt. Doch so weit kommt es nun nicht. Der Verband wird weiterbestehen. 

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