Böttstein

Diese Ponys brauchen dringend ein neues Zuhause – «sonst müssen sie zum Metzger»

«Sonst müssen die Ponys zum Metzger»

Walter Huber übernahm die Tiere von seinem Freund, muss sie nun jedoch selbst weggeben. Wenn er kein neues Zuhause für die Ponys findet, müssen sie zum Metzger.

Walter Huber aus Böttstein hatte die Ponys seines Freundes aus Mitgefühl übernommen – doch jetzt steht er selbst kurz davor, sie abzugeben. Findet sich nicht rechtzeitig ein Platz für die Tiere, müssen sie geschlachtet werden.

Für Walter Huber sind Jeremy und Nicky das Wichtigste auf der Welt. Jeden Tag kümmert er sich liebevoll um die beiden Ponys. Doch für den 64-Jährige heisst es bald Abschied nehmen: Er darf die Tiere nicht mehr auf seinem Land halten.

Für den Böttsteiner ist das "brutal", wie er gegenüber Tele M1 sagt. "Man gibt etwas her, das man lieb gewonnen hat und das einem am Abend die Ruhe zum Schlafen gibt nach einem langen stressigen Tag."

Aus Mitgefühl hatte Huber die Tiere von einem Freund übernommen, weil dieser keinen Platz mehr für sie hatte. Wieso werden ihm seine beiden "Haustiere" nun wieder entrissen? 

Das Problem: Walter Huber lässt die Ponys auf seinem Landwirtschaftsland weiden. Eigens dafür hat er Ställe aufgestellt, für die ihm aber die entsprechende Baubewilligung fehlt. Die Gemeinde hatte ihm mehrmals Fristen gesetzt, um die Tiere wegzubringen und die Ställe zurückzubauen. Letztere seien gemäss dem kantonalen Departement Bau, Verkehr und Umwelt nämlich "nicht bewilligungsfähig".

Ställe können nicht bewilligt werden

Die Sachlage ist klar. Und für Walter Huber aussichtslos: Auch wenn er eine Baubewilligung für seine Ställe beantragt hätte, wäre ihm diese für seine Hobbytierhaltung auf Landwirtschaftsboden nicht erteilt worden.

Das hat Folgen für Jeremy und Nicky. Bis zum 18. April hat Walter Huber noch Zeit, ein neues Daheim für die Ponys zu finden. Denn sonst bleibt – wohl oder übel – nur eine Möglichkeit: "Dann muss ich sie metzgen lassen", sagt Huber sichtlich konsterniert. 

Nun hofft der Böttsteiner, dass sich bis zum Stichtag jemand bereit erklärt, die Ponys aufzunehmen. Am liebsten wäre Huber ein Platz bei einer Familie. "Die Tiere sind so dermassen für Kinder da, ich könnte mir nichts Schöneres wünschen." Doch natürlich ist Huber jedes neue Zuhause recht, das die nötigen Auflagen erfüllt. Hauptsache, ihm bleibt damit der Gang zum Metzger erspart. (här)

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