Das Bauprogramm des Departements Bau, Verkehr und Umwelt sieht einen Aufwand von 165 Millionen Franken für Neubauten und Werterhalt der Verkehrsinfrastruktur im Kanton vor. Dies entspricht im Vergleich mit dem Vorjahr einem Anstieg von 17 Millionen Franken. Im Bauprogramm enthalten sind 82 laufende sowie 42 neue Projekte.

Total 11 Zurzibieter Projekte

Im Bezirk Zurzach nimmt der Kanton 3 Projekte neu in Angriff und führt 8 bereits begonnene Arbeiten fort. Neue Projekte der Abteilung Tiefbau im Departement Bau, Verkehr und Umwelt sind die Lärmsanierung der Kantonsstrasse am Dorfausgang von Klingnau Richtung Koblenz, der Ausbau und die Oberbauverstärkung der Kantonsstrasse zwischen Rekingen und Mellikon sowie die Sanierung der aus dem Jahr 1932 stammenden Zollbrücke Koblenz–Waldshut.

Als Zurzibieter Projekte, die im abgelaufenen Jahr begonnen und 2014 weitergeführt werden, sind im kantonalen Bauprogramm enthalten: Der Ausbau des Zollplatzes und der Bau des Kreisels auf der Bahnhofstrasse in Koblenz, die Erneuerung der Kantonsstrasse im Abschnitt vom erst kürzlich eingeweihten Ochsenkreisel bis zum Montikreisel in Döttingen, die Lärmsanierung entlang der Kantonstrasse auf Lengnauer Siedlungsgebiet sowie der Bau des Kreisels «Halde» bei Schneisingen.

Ebenfalls weitergeführt werden die im letzten Jahr begonnenen Arbeiten in Siglistorf: In der Studenländer Gemeinde wird ein altes Verkehrsproblem gelöst, indem der Anschluss der Kantonsstrasse nach Norden verlegt und der Oberbau der nach Fisibach führenden Belchenstrasse saniert wird. Ebenfalls weitergeführt werden die Sanierung der Kantonsstrasse zwischen Bad Zurzach und Rekingen sowie die Amphibienschutzmassnahmen bei Rietheim.

Alle für das Jahr 2014 geplanten Bauprojekte des Kantons haben während der Bauzeit ihre kleineren oder grösseren Auswirkungen auf den Verkehr. In grossem Masse dürfte dies bei der Vollsperrung der Koblenzer Rheinbrücke in den Monaten Juli, August und September der Fall sein. Der Verkehr wird via Bad Zurzach und Laufenburg umgeleitet. Eine halbseitige Sperrung und der Bau einer Behelfsbrücke sind laut Auskunft des Baudepartements aus bautechnischen Gründen keine Option.

Grossprojekt wirft Schatten voraus

In Planung befindet sich die Ostumfahrung Bad Zurzach, die den historischen Ortskern des Fleckens Zurzach vom Durchgangsverkehr entlasten soll. Vor einem knappen Jahr hat der Grosse Rat einem Kredit von 49 Millionen Franken für die Umsetzung des Grossprojekts zugestimmt. Kernstück des Projekts ist eine 990 Meter lange, zweispurige Kantonsstrasse. Der Baubeginn soll im Frühjahr 2016 erfolgen.