Die sagenumwobene «Gigerlinde» ist krank und kann nicht mehr gerettet werden. Die Gemeindeverwaltung hat sich daher entschlossen, den über 100 Jahre alten Baum am Samstag, 17. November, aus Sicherheitsgründen zu fällen. Das teilt sie nun mit. Die Linde steht an der Strasse auf dem Ruckfeld zwischen Tegerfelden und Würenlingen. 

Die alte Linde ist in der ganzen Region bekannt. «Der ‹Lindegiger› ist die wichtigste Sage der Region und immer noch aktuell», sagte 2013 der damalige Endinger Gemeindeammann Lukas Keller. Der Sage nach wohnt der Geist eines vor vielen Jahren verstorbenen Geigenspielers, des «Lindegiger», in der «Gigerlinde», spielt dort Geige und treibt Schabernack. Die Linde befindet sich auch ganz in der Nähe jener Burgruine, wo eine andere Sagengestalt zu Hause ist: die Schlüsseljungfrau. 

Weil die Linde zu krank und nicht mehr zu retten ist, muss sie nun gefällt werden. Damit dieser mythische Ort allerdings nicht ganz verloren geht (und wohl um auch den im Baum anässigen Geist nicht allzu sehr zu verärgern), will die Gemeinded in der Nähe eine neue Linde pflanzen lassen. Dies geschieht in einer gebührend feierlichen Zeremonie, begleitet durch den in der Region verwurzelten Geschichtenerzähler Jürg Steigmeier. Danach besteht die Möglichkeit für die Anwesenden, ein Stück Holz der «Gigerlinde» als Andenken mit nach Hause zu nehmen (oder bis am 23. November im Forstwerkhof Tegerfelden).

Während des Anlasses wird die Hauptstrasse zwischen Tegerfelden und Würenlingen aus Sicherheitsgründen zwischen 9.30 bis 11.30 Uhr für den Verkehr gesperrt. Eine Umleitung wird signalisiert.