Rund zehn Jahr ist es her, dass die Pläne für eine Lagerhalle zwischen Rekingen und Mellikon in der Schublade verschwanden. Die Baubewilligung für den Neubau auf dem Gebiet des Logistik- und Gewerbezentrums (LGZ) lag bereits 2002 vor. Dennoch habe man sich damals letztlich für eine Sanierung der alten Halle entschieden, sagte Dominik Umbricht, LGZ-Aktionär und einer der Bauherren am gestrigen Spatenstich. Nun aber ist der Platzbedarf der Firmen, die den Lagerplatz im LGZ mieten, derart angestiegen, dass die Pläne im zweiten Anlauf doch noch umgesetzt werden.

Container und Möbel

«Das Warten hat sich gelohnt», sagte Dominik Umbricht. «Hätten wir damals gebaut, wäre die Halle jetzt bereits zehnjährig.» Nun würde den mietenden Firmen ab November eine moderne Halle zur Verfügung stehen. Innerhalb der nächsten neun Monate entsteht eine doppelstöckige 100 Meter lange und 50 Meter breite Halle. Die beiden Ebenen bieten je 4800 Quadratmeter Lagerfläche, die von der Indermühle AG und der Möbelspedition DST gemietet werden. Im Untergeschoss wird ein Containerumlagerungsplatz untergebracht, im Erdgeschoss eine Möbellagerhalle.

3 Millionen mehr

Die Dimensionen haben sich gegenüber dem ursprünglichen Projekt zwar kaum geändert, die Kosten dafür umso mehr: Aus den damals 7 sind in der Zwischenzeit fast 10 Millionen Franken geworden. Dieser Kostenanstieg lasse sich nur zu einem kleinen Teil mit der Bauteuerung erklären, sagte Umbricht. «Die Anforderungen und Auflagen haben sich in den letzten zehn Jahren massiv verändert.» Insbesondere im energetischen Bereich, im Brandschutz, in der Erdbebensicherheit und beim Arbeitnehmerschutz müssten heutzutage viel höhere Anforderungen erfüllt werden.

Dennoch dauerte es nur gerade drei Monate, bis die erneute Baubewilligung für die Lagerhalle erteilt wurde. Dominik Umbricht sprach von einem «Rekord» und führte diesen auf eine «Topleistung des Planungsteams» zurück.

Photovoltaikanlage auf dem Hallendach

Neun Wärmepumpen sollen dafür sorgen, dass die Temperaturen in den Lagerräumen nicht zu stark sinken. Sie sichern dem Bau zudem den Minergie-Standard. Geplant ist, auf dem Hallendach eine Photovoltaikanlage zu installieren. Entsprechende Verhandlungen würden zurzeit laufen, sagte Dominik Umbricht. «Für die Anlage soll möglichst die gesamte 5500 Quadratmeter grosse Dachfläche genützt werden.»