Endingen/Lengnau

Die Kreisschule Surbtal kommt unter die Lupe

Lydia Spuler hofft auf gute Noten für die Bez. Endingen

Lydia Spuler hofft auf gute Noten für die Bez. Endingen

Im Rahmen der externen Schulevaluation des Kantons Aargau werden die Real- und Sekundarschule in Lengnau sowie die Bezirksschule in Endingen unter die Lupe genommen.

An der Kreisschule Surbtal werden Noten normalerweise an die Schüler vergeben. Diesen November aber muss sich für einmal die Schule einem Test unterziehen: Im Rahmen der externen Schulevaluation des Kantons Aargau werden die Real- und Sekundarschule in Lengnau sowie die Bezirksschule in Endingen unter die Lupe genommen.

Beurteilt wird die Kreisschule anhand so genannter Ampelkriterien, wie Peter Steiner von der pädagogischen Hochschule der Fachhochschule Nordwestschweiz erklärt. Statt mit Schulnoten beurteilen die Experten die Schulen des Kantons seit 2008 mit den Farben grün, gelb und rot – je nachdem, ob einzelne Bereiche funktionieren oder nicht. Untersucht werden Schul-, Unterrichts- und Betriebsklima sowie Elternkontakte, Betreuungs- und Aufsichtsfunktion und Qualitätsmanagement.

«Vom 21. bis zum 24. Novemberführen wir dazu Gespräche mit allen, die mit der Kreisschule Surbtal zu tun haben, also mit Lehrern, Schulleitung, Schulpflege und Hausabwart», sagt Steiner.

Auch Eltern werden befragt

Eltern und Schüler erhalten zudem im Voraus einen Fragebogen, in dem sie Kritik oder Lob anbringen können. «Wenn Eltern oder Schüler nicht zufrieden sind mit der Schule, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um sich zu melden», sagt Steiner.

Sie sei sehr gespannt auf das Urteil der Schüler, Lehrer und Eltern, sagt Lydia Spuler, Schulpflegepräsidentin der Kreisschule Surbtal. «Wir mussten bereits eine Selbsteinschätzung zum Stand der Schule einreichen. Wir haben die Kreisschule Surbtal insgesamt als genügend bis gut eingeschätzt.» Als grösste Schwierigkeit erachtet Spuler die Schulleiter-Frage – am Standort Endingen ist dieser Posten derzeit nicht besetzt. Das sorge für die eine oder andere Schwierigkeit. «Gut möglich, dass manche Lehrer dies in ihre Beurteilung einbeziehen werden», sagt Spuler.

Eine weitere Schwierigkeit der Kreisschule Surbtal betrifft die geplante Umstellung auf sechs Jahre Primarschule und drei Jahre Oberstufe. Derzeit gehen die Kinder 5 Jahre in die Primarschule und 4 Jahre in die Oberstufe. «Falls dieses Umstellung tatsächlich zustande kommt, dann haben wir im Surbtal zu viel Lehrpersonen in der Oberstufe», sagt Spuler. «Die vielen Fragezeichen betreffend die Umstellung sorgen für Unsicherheiten und könnten sich in der Evaluation bemerkbar machen», so Spuler.

Personal als grosser Pluspunkt

Als grossen Pluspunkt der Kreisschule Surbtal nennt Spuler das Personal. «Es gibt einige Lehrer, die schon jahrzehntelang an unseren Schulen unterrichten, zum Teil seit mehr als dreissig Jahren.» Die verhältnismässig wenigen Lehrerwechsel ermöglichten Kontinuität, so Spuler. «Und das zeigt, dass die Kreisschule Surbtal eine attraktive Arbeitgeberin ist.»

Im Anschluss an die Befragungen erhält die Schule eine fundierte Rückmeldung über ihre Arbeit sowie Hinweise, wie sie die Schulqualität weiter optimieren kann. «Die Resultate der Kreisschule Surbtal werden wir im Januar 2012 präsentieren», sagt Steiner.

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