Endingen

Die Gewerbeschau erhält ein Facelifting: «Die Expo ist eine Chance»

OK-Präsidentin Silvia Huber vor einem der auf dem Expo-Gelände verteilten Hashtags.

An der #Expo Surbtal erleben Besucher am kommenden Wochenende in fünf Erlebniswelten das regionale Gewerbe. OK-Präsidentin Silva Huber spricht über die Chancen für Gewerbler und Besucher.

Was 2013 noch traditionell «Gewerbeschau» hiess, trägt in diesem Jahr den Namen #Expo Surbtal. 117 Gewerbler, Dienstleister und Gemeinden aus dem Surb- und Wehntal präsentieren sich am kommenden Wochenende an der regionalen Gewerbeausstellung in der Bezirksschule Endingen der Bevölkerung. Träger ist der Surbtaler Gewerbeverein, dem 150 Mitglieder aus den Surbtaler Gemeinden sowie Schneisingen, Siglistorf, Freienwil und Ehrendingen angehören.

Der Name ist nicht die einzige Neuheit. Die Lengnauerin Silvia Huber präsidiert zum ersten Mal das OK. Die Domaco-Chefin hat mit ihrem Team der Gewerbeausstellung ein Facelifting verpasst, inspiriert von internationalen Messen, an denen Silvia Huber ihr Familienunternehmen vorstellte. Angelehnt an diese Messen hat das OK die Gewerbeausstellung neu aufgebaut: «Wir haben zum ersten Mal sogenannte Welten geschaffen», sagt die OK-Präsidentin.

Diese sind aufgeteilt in Bewegung und Wasser, Feuer und Flamme, Luft und Raum, Sinne und Genuss sowie Erde im Gleichgewicht. Die Besucher finden beispielsweise neben der Domaco einen Getränkelieferanten oder einen Beck in der Welt «Sinne und Genuss», aber auch Druckereien, Treuhänder oder Hörberater. «Sie alle haben mit Genuss und Sinnen zu tun», erklärt Silvia Huber.

Pro «Welt» hätten die Aussteller gemeinsam einen Auftritt konzipiert. «An jedem Stand sollen die Besucher mitmachen oder etwas erleben können», sagt Huber. Zwar seien die Gwerbler zu Beginn etwas skeptisch gewesen gegenüber dem neuen Konzept. «Aber schon im Januar hatten wir über 100 Anmeldungen. Das zeigte, dass der Funken gesprungen und das Vertrauen uns gegenüber da ist.»

Foxtrail für die Nachwuchsförderung

An der siebten Ausgabe der Gewerbeausstellung wird auch die Jugend vermehrt in den Fokus gerückt. Auf dem ganzen Gelände sind 25 Hashtags aus Holz verteilt, gestaltet von den Schülern der Kreisschule Surbtal. Mit diesen Rautezeichen werden Schlagwörter in den sozialen Medien versehen, damit bestimmte Themen besser auffindbar sind. Am Sonntagnachmittag werden die Hashtags versteigert, der Erlös kommt in die Klassenkasse.

Am Samstag soll der Jugendtrail Ausbildungsbetriebe und Schüler zusammenbringen. Ausgestattet mit einer Karte, begeben sich die Jugendlichen auf eine Schnitzeljagd auf dem Messegelände, bei der sie neun Rätsel oder Aufgaben lösen müssen. «Das Ziel ist, Schüler zu motivieren und zu zeigen, wie wertvoll Lehrstellen sind.» Zudem ist die Expo Surbtal auf Facebook und Instagram präsent.

Elf Restaurants und Bars verwöhnen die Besucher mit Wild-Spezialitäten, Würsten, Entrecote oder Pasta. Und im Pop-up-Restaurant des Gastkantons Wallis gibt es besondere Spezialitäten des Bergkantons. Rund 40 Walliser reisen dafür extra ins Zurzibiet. «Im Restaurant der Gemeinde Schneisingen feiert der Aargauer Gewerbeverband sein 125-jähriges Bestehen», sagt Silvia Huber.

Neben den Ausstellern sorgen verschiedene Bands und Musikformationen, die Feuerwehr Surbtal oder eine Kart-Bahn für Unterhaltung. «In einer kleinen Eisenbahn, konzipiert von einem jungen Surbtaler, können die Besucher bequem eine Strecke fahren.»

An drei Tagen soll sich das einheimische Gewerbe von seiner besten Seite zeigen. «Die Expo ist eine Chance für die Bevölkerung und das Gewerbe, sich näherzukommen und zu sehen, was in der Region täglich geleistet wird», sagt Silvia Huber.

Eine solche Ausstellung sei mit Aufwand verbunden. «Aber es lohnt sich», sagt die OK-Präsidentin. «Wenn wir Gewerbler uns nicht zeigen, müssen wir uns nicht wundern, wenn die Bevölkerung im Ausland einkauft.» Damit spricht sie den Einkaufstourismus an, mit dem die Unternehmen im Zurzibiet zu kämpfen haben.

Das Gewerbe habe sich unterdessen dem veränderten Umfeld angepasst und die Chance gepackt. «An der Expo wollen wir zeigen, wie dynamisch und fit das Zurzibiet ist.» Silvia Huber ergänzt: «Ich bin sehr gespannt, ob unser Funke und unsere Begeisterung auf die Besucher überspringen.»

Meistgesehen

Artboard 1