Die Endinger bleiben damit mit neun Siegen aus zehn Spielen an der Spitze der Nationalliga B. Die Siggenthaler halten sich trotz der Niederlage in der Spitzengruppe.

Die Surbtaler erwischten vor 850 Zuschauern in der prall gefüllten Sporthalle in Obersiggenthal einen ausgezeichneten Start und lagen nach 15 Minuten bereits mit 8:3 in Führung. So sah sich Siggenthals Trainer Kai Wetzel bereits früh gezwungen, sein erstes Timeout zu nehmen. «Wir sind nicht ins Spiel gekommen», stellte er kurz und knapp fest. Doch auch seine taktischen Anweisungen brachten nicht den gewünschten Erfolg und die Endinger zogen bis zum Seitenwechsel auf 17:9 davon.

Die Siggenthaler leisteten sich zu viele Fehler, im Angriff hatten sie zahlreiche Ballverluste, welche die Endinger praktisch jedes Mal mit einem erfolgreichen Gegenstoss bestraften. Entscheidend dafür war sicherlich auch, dass den Gastgebern mit Marius Moser ein Schlüsselspieler fehlte. Doch auch andere Leistungsträger konnten nicht ihre gewohnte Leistung abrufen. «Jeder muss sich hinterfragen, keiner hat seine Normalform erreicht», forderte Wetzel. Einzig ausgenommen davon ist Goalie Peter Szilagiy junior, der Sohn des letztjährigen Trainers. Er kam nach einer Verletzung zurück und brachte bereits wieder eine starke Leistung. Die deutliche Niederlage konnte er jedoch auch nicht verhindern.

«Pace nicht ohne Fehler halten können»

Auch Endingen spielte nicht fehlerfrei, sonst wäre das Resultat noch deutlicher ausgefallen. «Was wir uns vorgenommen haben, konnten wir phasenweise gut umsetzen», freute sich Endingens neuer Trainer Michael Spuler. «Doch dann haperte es wieder. Wir können die Pace noch nicht ohne Fehler halten», hat er das Auf und Ab seiner Mannschaft gesehen. «Daran müssen wir noch arbeiten», weiss er, was in den nächsten Tagen auf dem Programm steht. Denn es folgt eine Nationalmannschaftspause, in welcher der Meisterschaftsbetrieb ruht. Trotzdem war es eine gute Reaktion auf die letzte Partie, in welcher sich die Surbtaler zum ersten Mal in dieser Saison mit einem Unentschieden zufriedengeben musste.

Endingen bleibt damit Leader in der NLB, vor dem Kantonsrivalen Suhr Aarau, den man in der ersten Cuprunde bezwingen konnte. Der HSC Suhr hat jedoch noch weniger Partien als die Surbtaler ausgetragen. Trotz der Niederlage im Derby kann sich auch die HSG Siggenthal in der Spitzengruppe auf Platz 3 halten. Das Team von Wetzel darf mit dem Start in die Saison insgesamt zufrieden sein.