Was gibt es in diesen Tagen Erfrischenderes als eine Bootsfahrt. «Bis zum Rheinfall kann man von Kaiserstuhl aus fahren», schwärmt Stadtrat Daniel Hersche, selbst Bootsbesitzer und zuständig für das Ressort Bootshafen. Knapp über 100 Bootsplätze gibt es im Zurzibiet entlang des Schweizer Rheinufers. 34 davon befinden sich in der Hafenanlage im schmucken Städtchen Kaiserstuhl.

Der Bootssteg ist allerdings in die Jahre gekommen. Vor über 20 Jahren wurde er erbaut. Im Rahmen der Sanierung möchte der Stadtrat diesen nun erweitern. 20 neue Plätze soll es geben. Die Idee kam auf, als man sich über die bevorstehenden Arbeiten Gedanken machte. Im April wurde erstmals über die mögliche Erweiterung der Hafenanlage rheinabwärts Richtung Rümikon informiert.

«Inzwischen hat der Kanton die Idee beurteilt und grundsätzlich grünes Licht erteilt», sagt Hersche. Das dürfte vor allem für die Bootsbesitzer auf der Warteliste eine gute Nachricht sein. 14 Personen sind es derzeit, die einen festen Liegeplatz beantragen. «Alle unsere Bootsplätze werden von Privatpersonen genutzt», sagt der Stadtrat, «die Motorboote sind in der Regel zwischen drei und sechs Meter lang.» Die Liegeplätze werden vorwiegend von Kaiserstuhlern und ehemaligen Bewohnern des Kleinstädtchens genutzt.

Die Warteliste ist so alt wie der Bootssteg. Benötigt eine Person ihren Platz nicht mehr, rutscht jemand von der Liste nach. Viele warten seit Jahren. Vorrang geniessen Kaiserstuhler und Einwohner des Nachbarorts Fisibach. So steht es im Reglement. Wird der Kreditantrag an der kommenden Wintergmeind gutgeheissen, «gibt es wohl auch eine Reglementsänderung», sagt Hersche.

Problem Wasserschutzzone

Zum Problem könnte allerdings werden, dass sich die Hafenanlage in einer Wasserschutzzone befindet. Der Sanierung des Stegs und der Pflöcke steht zwar nichts im Weg, möglicherweise aber der Erweiterung. Neue Pflöcke, an denen die Boote befestigt werden können, dürfen keine eingeschlagen werden. Es braucht eine andere Lösung. Nun wird jedenfalls das detaillierte Vorprojekt erarbeitet, das am 22. November den Stimmberechtigten vorgelegt wird. «Das wird kein grosser Bau», sagt Hersche. Wird der Kredit gutgeheissen, könnte die erneuerte Anlage im Winter 2018/19 fertiggestellt sein.

Allerdings gibt es im Ort auch Personen, die vor Einsprachen warnen – etwa von Umweltverbänden. Zudem muss auch der Kanton das definitive Baugesuch gutheissen.