Das Schwimmbad Klingnau ist seit dem letzten Wochenende geschlossen. Badmeister Urs Zimmermann zieht eine ernüchternde Bilanz: «Die Saison 2014 ist die schlechteste in der Geschichte des 45-jährigen Bades. In den letzten Jahren hatten wir einen Durchschnitt von 25'000 Gästen zu verzeichnen. In diesem Jahr waren es nur gerade 16'000. Das bedeutet, dass wir einen Rückgang von über einem Drittel zu verkraften haben.»

Dabei habe die Saison ausnehmend gut begonnen, sagt Zimmermann. Dank des guten Wetters an Pfingsten konnten überdurchschnittlich viele Saison-Abos verkauft werden, und auch der Juli vermochte wettermässig noch einigermassen zu befriedigen.

Vor allem die zweite Ferienwoche weckte Hoffnungen auf einen guten Saisonabschluss. Doch dann kam der August und mit ihm das nasskalte Wetter. Die Hoffnungen auf gute Zahlen schwanden von Tag zu Tag und von Woche zu Woche. Bis zur Schliessung des Schwimmbads am letzten Wochenende verirrte sich niemand mehr – sieht man von einigen wenigen Unverdrossenen ab – in die Klingnauer Badi.

Döttingen: Einbusse rund ein Drittel

Trotz des permanent auf 25 Grad aufgeheizten Wassers erging es dem Döttinger Badmeister Peter Sibold nicht besser als seinem Klingnauer Kollegen. «Nach der Schliessung am Sonntagabend wird eine extrem schlechte Bilanz gezogen werden müssen», prophezeit Sibold.

Bei einigermassen gutem Wetter verzeichnet das Döttinger Bad 30'000 bis 35'000 Eintritte pro Jahr. 2014 waren es nur zwischen 23'000 und 24'000. Das entspricht einer Einbusse von rund einem Drittel. Verantwortlich für den unterdurchschnittlichen Besuch sei der ungewöhnlich nasse und kalte August gewesen, sagt der Döttinger Badmeister. Auch beim Kiosk lägen die Einnahmen wie bei allen anderen Schwimmbadkiosken im Bezirk Zurzach um rund 50 Prozent unter den Zahlen der Vorjahre.

Regibad hofft auf warmen Herbst

Mit einem blauen Auge kommt das Regionalbad Zurzach davon. Zum einen, weil das Bad auf viele Gäste zählen kann, die auch bei Regen und Hagel ihre Längen im 26 Grad warmen Wasser schwimmen. Zum anderen, weil die Saison im Regionalbad bis Ende September dauert.

Badmeister Pascal Henchoz hofft auf ein paar schöne Tage, «mit denen die Bilanz weiter aufpoliert werden kann». Dennoch muss auch er davon ausgehen, dass es in dieser Saison klar weniger Gäste sein werden als in den vorhergehenden Jahren. «Im Moment liegen wir rund 10'000 Eintritte unter den Erwartungen», sagt Henchoz.