Unteres Aaretal

Der Interims-Schulleiter der OSUA bleibt doch länger

Ob die Bezirksschule noch lange in Klingnau bleibt, ist ungewiss. Die Schulpflege fordert jedoch, zumindest alle Sek- und Real-Klassen in Klingnau zu führen. (Archiv)

Ob die Bezirksschule noch lange in Klingnau bleibt, ist ungewiss. Die Schulpflege fordert jedoch, zumindest alle Sek- und Real-Klassen in Klingnau zu führen. (Archiv)

Der Interims-Schulleiter der Oberstufe Unteres Aaretal (OSUA) wird zwar hervorragende Arbeit attestiert, er bleibt aber nur bis zu den Sommerferien. Fürs die Zeit ab dem neuen Schuljahr hat die Schulpflege noch keine neuen Schulleiter finden können.

Die Oberstufe Unteres Aaretal (OSUA) sucht einen neuen Schulleiter. Bereits im Frühsommer letzten Jahres hatte der Leiter des Standorts Klingnau per Ende Schuljahr 13/14 gekündigt, war aber schon seit April krankgeschrieben.

Derzeit wird die OSUA interimistisch geleitet – seit Anfang August 2014 von einem erfahrenen, eigentlich bereits pensionierten Schulleiter, welcher der OSUA durch eine externe Fachstelle vermittelt wurde. Er führt die OSUA als Gesamtschulleiter alleine. Bis Mitte 2014 gab es noch einen zweiten Schulleiter für den Standort Döttingen – dieses Leitungsmodell hatte sich jedoch nicht bewährt.

Vertrag verlängert

Erst hiess es, Interims-Schulleiter Erwin Züger sei nur bis Ende Januar 2015 an der OSUA tätig. Nun sagen Schulpflegepräsident Thomas Angst und Daniela Koller, Vorsteherin des Ressorts Kommunikation in der OSUA-Schulpflege: «Der Vertrag mit Herrn Züger wurde noch bis zum Ende des Schuljahres verlängert.»

Wieso? Die Suche nach einem neuen Schulleiter gestalte sich schwierig, sagt die Schulpflege: «Einerseits ist der Markt ausgetrocknet – es hat zu wenige geeignete Kandidaten», so Angst. Das zweite, weit grössere Problem sind die unsicheren Perspektiven: Da wäre zum einen die vage Zukunft des Bezirksschul-Standortes. Verliert Klingnau nämlich seine Bezirksschule, ginge das wohl mit einer Pensumsreduktion für den Schulleiter von rund 25 Prozent einher. «Wir können einem Bewerber zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wo die OSUA in fünf Jahren stehen wird», so Angst. «Das macht die Rekrutierung natürlich schwierig, zumal wir als Arbeitgeber Verantwortung für die Angestellten tragen.»

Der Ball liegt bei den Gemeinden

Eine weitere unsichere Variable stellt die Schulraumplanung dar, die zwar Sache der Gemeinden ist, letztlich aber das Arbeitsumfeld des Schulleiters bestimmt. Eigentlich ist es beabsichtigt, die gesamte OSUA dereinst in Klingnau zu führen. Noch befinden sich fünf Klassen in Döttingen. Wann diese nach Klingnau ziehen können, ist ungewiss. «Wenn es nach der Schulpflege ginge, dann lieber heute als morgen», sagt Daniela Koller. «Wir haben dem Vorstand der drei Verbandsgemeinden den entsprechenden Antrag gestellt; der Ball liegt nun bei ihnen.»

Zudem wurde der Gemeinderat Klingnau an der Wintergemeindeversammlung im November beauftragt, bis zum Beginn des Schuljahres 2015/2016 in Klingnau so viel Schulraum zu schaffen, dass die gesamte OSUA in Klingnau geführt werden kann – also 16 Klassen mit rund 270 Schülern der Verbandsgemeinden Klingnau, Döttingen und Koblenz. Ob dies bewerkstelligt werden kann, ist ungewiss. Zudem bräuchte es eine Änderung der OSUA-Satzungen, wo heute Döttingen und Klingnau als Schulorte festgelegt sind. Wenn die Satzungsänderung finanzielle Konsequenzen hat, muss sie von den Stimmberechtigten der Verbandsgemeinden genehmigt werden.

Hervorragende Arbeit

Der Interimsschulleiter mache seine Sache hervorragend, betonen Angst und Koller. Es sei jedoch keine Option, dass er länger bleibe, als bis zum Sommer. «Wir sind froh, dass wir noch etwas Zeit gewonnen haben, um den bestmöglichen Kandidaten zu finden», sagt Koller. Derzeit werden vielversprechende Bewerber geprüft.

Im Idealfall findet die Schulpflege also selber einen Schulleiter, der bereit ist, die unsichere Stellensituation zu akzeptieren. Notfalls könnte man auch auf das externe Fachbüro zurückgreifen, das schon den Interimsschulleiter vermittelt hat. Bloss: Das kostet. Je früher die Schulpflege also Bescheid weiss, wie und an welchen Standorten die OSUA ab dem Sommer weitergeführt wird, desto grösser ist die Chance, dass die Behörde selber bald einen geeigneten Schulleiter findet.

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