Endingen

Der grosse Ärger mit den Elterntaxis

Lotsendienst

Lotsendienst

Den Endinger Müttern, die seit Jahren den Lotsendienst für die Kindergärtler versehen, ist der Kragen geplatzt. Einige Elten fahren ihre Kinder lieber mit dem Auto zur Schule fahren statt Lotsendienst zu leisten,

In einem im Gemeindebulletin «Lindegiger» veröffentlichten Leserbrief verschaffen sich die Lotsenfrauen Luft über ein paar Dinge, die ihnen den Einsatz zugunsten der Sicherheit der Kinder erschweren.

Drei von acht Elternpaaren hätten sich geweigert, ihren bereits eingeplanten Lotsendienst wahrzunehmen. «Wo bleiben da Solidarität und Fairness untereinander?», fragen Sandra Burgener, Daniela Exer, Janine Kramer und Corinne von Ah von der Lotsengruppe Marktgasse in ihrem Leserbrief.

Mit Befremden haben die Lotsenfrauen zur Kenntnis genommen, dass einzelne Elternpaare es vorziehen, ihren Nachwuchs mit dem Auto in den Kindergarten oder in die Schule zu fahren und sich deswegen nicht verpflichtet fühlen, den Lotsendienst zu unterstützen. «Elterntaxis sind aber keine tragfähige Alternative. Sie verschlechtern die allgemeine Verkehrssituation zusätzlich», schreiben die Lotsenfrauen in ihrem Leserbrief.

«Die Sicherheit unserer Kinder steht für uns an erster Stelle. Wir Eltern übernehmen die Verantwortung, dass sie sicher zum Kindergarten oder in die Schule kommen und wachsam im Strassenverkehr sind.» Mit dem Ausklinken einzelner Elternpaare stosse der Lotsendienst an seine Grenzen und laufe Gefahr, zu scheitern, schreiben die Mitglieder der Lotsengruppe Marktgasse.

Fahrbahnverengung oder Ampel

Im Stich gelassen fühlen sich die Lotsenfrauen aber auch von der Schulpflege und von der Gemeinde respektive von der Verkehrskommission. Mehrfach hätten sie um eine Verbesserung der Situation rund um den Fussgängerstreifen Marktgasse–Weidgasse ersucht, sagt Corinne von Ah.

Mit einer Fahrbahnverengung, einer Ampelanlage oder einem von der Gemeinde angestellten Lotsendienst könnte die Situation an dieser verkehrsreichen und für die Kinder gefährlichen Stelle entscheidend verbessert werden. Zudem wünschen sich die Lotsenfrauen, dass sich die Parkierordnung im Bereich des Fussgängerstreifens grundlegend verändert. Es sei schon vorgekommen, dass Lastwagenchauffeure ihr Fahrzeug auf dem Pannenstreifen abgestellt hätten und es den Kindern damit verunmöglichten, die Strasse gefahrlos zu überqueren.

«In der jetzigen Situation stösst der Lotsendienst an seine Grenzen und ist auf die Unterstützung von Eltern, Schule und Gemeinde angewiesen», schreiben die Lotsenfrauen in ihrem Leserbrief.

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