Verkehr

Der Grenzübergang bei Koblenz wird einen Tag gesperrt – was Autofahrer jetzt wissen sollten

Die Zollbrücke zwischen Koblenz und Waldshut ist nächstes Wochenende nicht befahrbar.

Die Zollbrücke zwischen Koblenz und Waldshut ist nächstes Wochenende nicht befahrbar.

Die Zollbrücke zwischen Koblenz und Waldshut wird am nächsten Wochenende komplett gesperrt. Grund für die Vollsperrung sind dringend notwendige Sanierungsarbeiten am Zollgebäude auf der deutschen Seite, wie die Stadtverwaltung Waldshut-Tiengen mitteilte.

Die Sperrung in beide Richtungen beginnt Samstagnacht, 14. November, ab 23 Uhr und bleibt bis spätestens Montagmorgen, 16. November, 4.30 Uhr, bestehen. Weder Fahrzeuge noch Fussgänger können in dieser Zeit die Brücke überqueren.

Der Grenzverkehr wird an jenem Wochenende über die beiden Zollbrücken zwischen Rheinheim und Bad Zurzach sowie in Laufenburg umgeleitet. «Wer auf die Schilder schaut, wird mit Sicherheit ohne Hindernisse an sein Ziel kommen», verspricht Jürgen Wiener, der stellvertretende Leiter des Ordnungsamts der Stadtverwaltung Waldshut-Tiengen.

Rund 15'000 Fahrzeuge passieren den Zoll täglich

Unmittelbar an der Zollbrücke befinden sich auf deutscher Seite zwei Gebäude. Im linken, aus Richtung Waldshut betrachtet, ist die Abteilung Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls untergebracht, im rechten der sogenannte Servicepunkt des Zollamts Waldshut, wie dessen Leiter Günter Dillinger auf Nachfrage erklärt. In Letzterem werden unter anderem die Ausfuhrscheine der Schweizer Einkaufstouristen abgestempelt.

Die beiden Gebäude sind durch eine Fahrbahnüberdachung miteinander verbunden. Damit die Zollbeamten bei Grenzkontrollen nicht im Dunkeln tappen, sind an der Unterseite der Überdachung insgesamt 60 Lampen angebracht. «Deren Befestigung ist in die Jahre gekommen, was eine erhöhte Unfallgefahr bedeutet», nennt Günter Dillinger den Grund für die nun anstehende Sanierung.

Etwa 15'000 Fahrzeuge passieren nach seinen Angaben durchschnittlich an einem Werktag die 1932 in Betrieb genommene Zollbrücke. Um die Beeinträchtigungen durch die Sperrung möglichst gering zu halten, habe man als Termin für den Austausch der Lampen bewusst einen Sonntag im November ausgewählt. An diesem Tag würden keine Lastwagen, kaum Grenzgänger und Schweizer Einkaufstouristen die Brücke benutzen, sagt Jürgen Wiener vom städtischen Ordnungsamt, das die Sperrung und die damit verbundenen Umleitungen koordiniert.

Brücke war vor sechs Jahren drei Monate lang gesperrt

Die bevorstehende Massnahme weckt Erinnerungen an den Sommer 2014, als die Strassenbrücke zwischen Koblenz und Waldshut zwischen Juni und September für drei Monate gesperrt war. Auch damals stellte eine Teilsperrung mit Ampelregelung keine sinnvolle Option dar: Denn wenn schon zu normalen Zeiten der Verkehr am Grenzübergang immer wieder zum Erliegen komme, wären bei einer halbseitigen Sperrung noch mehr Staus programmiert gewesen, sagte der damalige Projektleiter Roberto Scappaticci vom Baudepartement des Kantons Aargau, in dessen Auftrag die Sanierung der 1932 eröffneten und 128 Meter langen Brücke realisiert wurde. Im Mittelpunkt der Arbeiten stand 2014 der Korrosionsschutz des Stahlgerüsts.

Ursprünglich sei bei der aktuell durchgeführten Sanierung der Brücke geplant gewesen, die Arbeiten bei einer halbseitigen Sperrung der Brücke und über mehrere Tage verteilt durchzuführen. Doch Wiener befürchtete: «Das wäre ein Chaos geworden.» Ausnahmen gibt es für Rettungsfahrzeuge: «Wenn es einen Notfall gibt, dürfen sie rüber fahren», betont Jürgen Wiener.

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