Klingnau

Daumen hoch für die Klingnauer Stadtmusik

Ungerades gab es am Jahreskonzert der Stadtmusik Klingnau nur bei den Taktzahlen. Das «Gefällt mir»-Logo von Facebook hatten sich die Musiker zu ihrem Motto auserkoren. Und es gefiel den zahlreichen Zuhörern in der Propstei-Turnhalle.

Gefallen fand auch die Moderation des Abends durch Marcel Langensand, der souverän durchs Programm führte und charmant auch mit dem einen oder anderen Blackout in der Ansage umzugehen wusste.

Langensand oblag es, dem Publikum das Gehörte einordnen zu lassen. Den Auftakt machte der «Midway March» von John Williams, die Musik zum Film «Midway», der an den Sieg der Amerikaner im Pazifik im Zweiten Weltkrieg erinnerte. Weiter ging es mit «Blue Rondo a la Turk», dem Dave- Brubeck-Klassiker von 1959, der sich durch seine ungeraden Taktzahlen auszeichnet. Hier, wie auch in vielen weiteren Stücken des Abends, wurde das Publikum Zeuge der herausragenden Solisten der Stadtmusik – ob an Alt- und Tenorsaxofon, Trompete, Posaune, Klarinette oder Schlagzeug. Die stehenden Auftritte der Solisten fand stets Szenenapplaus.

Ein Franzose in Klingnau

«Schliessen Sie Ihre Augen und entspannen Sie sich», forderte Langensand das Publikum bei der Ansage des Medleys der Filmmusik zu «Forrest Gump» auf. Um dann die Nummer «An American in Paris» anzusagen – 1928 von George Gershwin komponiert.

In Anlehnung an die Stadtmusik Klingnau könnte man auch «A French in Klingnau» (Ein Franzose in Klingnau) sagen. Denn Dirigent Pascal Maillard ist Franzose. Ihn sah das Publikum bei der Jazzkomposition auch selbst in eine Tröte blasend.

Komödiantische Einlage

Die zweite Hälfte eröffnete mit «Gonna fly now», dem Thema aus den Rocky-Filmen. Damit hatte die Stadtmusik beim kantonalen Musikfest im Juni den ersten Preis geholt.

Geradezu gespickt mit brillanten solistischen Einlagen war der Titel «A string of pearls», bei dem die Bassisten der Stadtmusik zuvor mit einer komödiantischen Einlage glänzten. Drei weitere Nummern folgten im regulären Programm. Doch damit war noch lange nicht Schluss. Das Publikum forderte ganze drei Zugaben ein.

Zum Abschluss bedankte sich Stadtmusik-Präsident Reto Capaul bei Dirigent Maillard – auch auf Französisch. «Er motiviert uns sehr und kommt immer sehr gut vorbereitet in die Proben», sagte Capaul. Für drei war es das erste Jahreskonzert in den Reihen der Stadtmusik, für Lorena Brandenberger, Melanie Speckert und Christoph Humbel.

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