Flughafen Zürich

«Das Zurzibiet wird den Lärm stärker spüren»

Die Flughafen Zürich AG hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Änderungen des Betriebsreglements zur Genehmigung eingereicht. (Symbolbild)

Die Flughafen Zürich AG hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Änderungen des Betriebsreglements zur Genehmigung eingereicht. (Symbolbild)

Die Flughafen Zürich AG hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Änderungen des Betriebsreglements zur Genehmigung eingereicht. Hanspeter Lienhart, Präsident der IG Nord, befürchtet nichts Gutes für die Zurzibieter Gemeinden.

Die Flughafen Zürich AG hat dem Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) Änderungen des Betriebsreglements zur Genehmigung eingereicht. Dabei geht es laut Bazl unter anderem um eine Entflechtung der An- und Abflugrouten im Osten des Flughafens.

Im Hinblick auf eine allfällige Inkraftsetzung des Staatsvertrags mit Deutschland beantragt der Flughafen zudem, die darin vereinbarte erste Reduktion der Flugzeiten über Deutschland ins Reglement zu übertragen. Dieses wird auch im Kanton Aargau öffentlich aufgelegt. Insgesamt verändere sich die Fluglärmbelastung nicht markant, schreibt das Bazl.

Laut Hans-Martin Plüss, Fluglärmspezialist im Aargauer Baudepartement, beinhaltet die beantragte Betriebsreglementsänderung auch geringfügige flugbetriebliche Veränderungen für den Aargau. Vor einer inhaltlichen Stellungnahme wolle man aber die Unterlagen genau studieren.

Hanspeter Lienhart, Präsident der IG Nord, der sämtliche Zurzibieter Gemeinden angehören, sieht indessen bisherige Befürchtungen bestätigt. Mit der beantragten Änderung werde die Nordausrichtung des Flughafens mit zusätzlichen Nordstarts noch akzentuiert – auch mit vermehrtem Abheben nach Westen. Lienhart zur az: «Das Zurzibiet wird den Lärm künftig stärker spüren.» Die Gemeinden überlegten sich Einsprachen. Nur so seien sie dann beschwerdeberechtigt.

Heftige Kritik kommt auch bereits aus den Landkreisen Waldshut und Konstanz. Mehrere Landräte befürchten, so könnte der für sie bereits gescheiterte Fluglärmvertrag «durch die Hintertüre umgesetzt werden». (MKU)

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