Projekte lanciert

Das Zurzibiet will Werbung für sich als Wohn- und Arbeitsort machen

Nicht nur in Klingnau, auch in anderen Ortschaften des Zurzibiets lässt es sich schön wohnen und leben.

Nicht nur in Klingnau, auch in anderen Ortschaften des Zurzibiets lässt es sich schön wohnen und leben.

Der Wohn- und Wirtschaftsstandort Zurzibiet soll gestärkt werden. Zu diesem Zweck lancierte der Gemeindeverband ZurzibietRegio mit Unterstützung des Kantons gleich mehrere Projekte.

An einer Informationsveranstaltung in Bad Zurzach beurteilten über 40 Gemeindevertreter gemeinsam mit dem Projektteam nun die Zwischenresultate.

Im Rahmen der Projekte interviewte die Projektleitung zwischen Juni und August 2015 zahlreiche Exponenten und Exponentinnen der Mitgliedsgemeinden. «Die Gespräche mit den Gemeinden waren äusserst wertvoll», resümierte Dunja Kovari das Ergebnis vor den rund 45 Teilnehmenden aus allen Gemeinden des Zurzibiets.

Ziel der Projekte ist die Schaffung von attraktiven Rahmenbedingungen für eine verstärkte und qualitativ hochwertige Einwohner- und Arbeitsplatzentwicklung in der Region. Die Teil-Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden durchgeführt. Die Projekte «Potenzialkarte Wohnen und Arbeiten, Aufzeigen von Chancen der Gemeinden und Mitinitiierung von Planungen» sowie das «Pilotprojekt überkommunale Arbeitsplatzzonen der 3. Dimension» sind auf gutem Weg.

Reto S. Fuchs, Präsident der Arbeitsgruppe und Gemeindeammann von Bad Zurzach, betonte den Wert und die Bedeutung einer aktiven Siedlungsentwicklung für das Zurzibiet. Die Bevölkerungsentwicklung sei unterschiedlich, die Schülerzahlen nähmen teilweise ab.

Zwar sei der Trend bei den Beschäftigten insgesamt positiv. Doch er stellte die Frage in den Raum: «Wo wohnen diese Menschen alle?» Es gelte, nun Chancen zu nutzen, die in den landschaftlichen Lagequalitäten sowie den Ressourcen des Paul-Scherrer-Instituts (PSI) schlummerten, um mehr Bewohner ins Zurzibiet zu führen. Nik Vögeli wies als Kantonsplaner darauf hin, dass die Verkehrsanbindung des Zurzibiets vergleichsweise positiv sei. «Vor allem wenn man die Stausituation in den Zentren mit einbezieht.»

«Wertvolle Impulse, nützliche Informationen», dieses Fazit zogen die Teilnehmenden der Veranstaltung, die insbesondere auch die sechs Praxis-Beispiele aus den Gemeinden als sehr wertvoll empfanden. So referierte Heidi Wanner aus Koblenz über das Projekt zur Wiederbelebung des Dorfkernes. Lukas Erne berichtete über die Wohnbaugenossenschaft Hirschen in Mandach. Heiri Rohner aus Wislikofen sprach über den Ausbau der Gass-Scheune. Monika Baumgartner beleuchtete die aktive Tegerfelder Baulandpolitik, die Baulandreserven verflüssigen half. Kurt Hauenstein aus Endingen berichtete über die Förderung des Detailhandels im Ortszentrum und Ruedi Weiss liess den Kaiserstuhler Wohntag Revue passieren.

Die Gemeinden wurden im Anschluss an die Informationsveranstaltung eingeladen, im Rahmen eines Vernehmlassungsverfahrens die Zwischenergebnisse zu beurteilen. Im kommenden Jahr sollen dann konkrete weiterführende Projekte gestartet werden. (az)

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