Eine Zurzibieter Metzgerei hat an der Metzgereifachmesse in Basel so richtig abgeräumt: «Wir sind Brühwurst-Schweizermeister», sagt Albert Köferli von der Köferli-Metzgerein in Döttingen. Offiziell heisst die Auszeichnung «Gesamtsieger Kategorie Brühwürste».

Neun Medaillen und ein Pokal

Beim Qualitätswettbewerb, der alle vier Jahre stattfindet, bewertet eine unabhängige Jury aus Fachleuten und Konsumenten Fleischprodukte von rund 200 Fleischverarbeitern aus der ganzen Schweiz. Die Jury verteilt Degustationspunkte – dabei zählen unter anderem Aussehen, Verarbeitung und Geschmack.

Die besten Produkte der sieben Kategorien erhalten Auszeichnungen. «Wir haben neun verschiedene Produkte in den Wettbewerb geschickt», erzählt Köferli stolz. «Damit haben wir je drei Gold-, Silber- und Bronzemedaillen gewonnen.»

Weil die Jury den drei Brühwurst-Sorten «Käsekrainer», «Popeye-Würstli» und «Tüfelswurst» in ihrer Kategorie die meisten Degustationspunkte vergeben hat, trug die Köferli-Metzgerei den Gesamtsieg davon und Albert Köferli einen gläsernen Pokal mit nach Hause.

«Wir nehmen das als Bestätigung für unser Qualitätsdenken und -schaffen», sagt Köferli. Und für die Kreativität: So ist das Popeye-Würstli eine kleine Schweinsbratwurst mit Greyerzer-Käse, Schinken und natürlich Spinat. Die Tüüfelswurscht enthält neben Schweinefleisch scharfe Peperoncini und Mozzarella. «Wir habens ein bisschen mit dem Käse», sagt Köferli lachend.

Weniger Käse, mehr Spinat

Die Ideen für die Wurstkreationen kämen vom ganzen Team, betont Köferli. Inputs werden aufgenommen und ausprobiert. «Wir degustieren zuerst selber, dann testen wir die Kreation im Verkauf. Da merkt man schnell, ob ein Produkt ankommt oder nicht.»

Aufgrund der Rückmeldungen werde auch schon mal ein Produkt angepasst: «Beim Popeye haben wir zum Beispiel mit der Zeit weniger Käse hineingetan, dafür mehr Spinat.» Rückmeldungen erhält Köferli, der mit seinen Produkten häufig an Wettbewerben teilnimmt, auch von der Jury: «In den Degustationsprotokollen ist jeweils genau vermerkt, wie man ein Produkt noch verbessern könnte. Wir nehmen das gerne auf.» Es gehe bei diesen Wettbewerben nicht nur ums Gewinnen, sagt Köferli, sondern auch darum, sich weiterzuentwickeln.