Kurort-Wahrzeichen

Das Turmhotel von Bad Zurzach soll einem Neubau weichen

Seine Ästhetik ist umstritten: das Turmhotel in Bad Zurzach.

Seine Ästhetik ist umstritten: das Turmhotel in Bad Zurzach.

Das Turmhotel wird voraussichtlich abgerissen. Die Besitzer wollen ein neues Wahrzeichen bauen. Das alte Gebäude sei wirtschaftlich nicht mehr überlebensfähig, eine Sanierung zu teuer.

Bad Zurzach wird wohl ein neues Wahrzeichen erhalten: Die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach, die das Turmhotel betreibt, plant den Abriss des Gebäudes. Dies berichtet die Zeitung «Die Botschaft». An seiner Stelle soll ein neues Hotel entstehen – wahrscheinlich wieder ein Turm, sicher ein Bau mit Wahrzeichencharakter.

«Intern sind wir uns einig: Ein Neubau ist sinnvoller als eine Sanierung», sagt Stephan Güntensperger, Direktor der Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach, der das Turmhotel gehört.

Man habe beide Varianten geprüft. Der Schluss: Eine Sanierung wäre ungefähr gleich teuer wie ein Neubau. Diese Vermutung hegte die Stiftung bereits im Herbst 2013. Denn bei einer Sanierung müsste sie Erdbebensicherheit und Brandschutz prüfen lassen. Neben Küche und Lift sind zudem alle sanitären und klimatechnische Anlagen sanierungsbedürftig.

Nicht mehr rentabel

Ein weiteres Problem des 1964 erbauten Turms: Er ist laut Güntensperger als Hotel betriebswirtschaftlich nicht mehr überlebensfähig. Hauptproblem sei der kleine Grundriss der Stockwerke von zehn mal zehn Metern. Da von dieser Fläche ein wesentlicher Teil für Lift und Treppe draufgeht, bleibt für die Zimmer wenig Platz. Zudem liegen drei Stockwerke brach – sie waren ursprünglich ein Wasserreservoir und haben keine Fenster.

Die logische Konsequenz: Weg mit dem alten Betonklotz. Was für ein Bau das Erbe des Turms antreten wird, ist aber noch unklar. «Es soll auf jeden Fall wieder ein Wahrzeichen werden», sagt Stephan Güntensperger.

Momentan laufen erste Planungsverfahren. Eigentlich wollten die Verantwortlichen bereits letztes Jahr einen Architekturwettbewerb für den Neubau ausschreiben.

Doch man kam zum Schluss, dass es sinnvoller ist, zuerst gemeinsam mit den Raumplanern die Rahmenbedingungen des neuen Hotels zu bestimmen. Die Ausschreibung des Projekts ist für den Sommer dieses Jahres geplant.

Während das alte Turmhotel mittlerweile nur noch zwei Sterne hat, soll sein Nachfolger laut Güntensperger deren vier erhalten. Rund 35 Millionen Franken veranschlagt der Direktor für den Neubau. Diese Kosten will die Stiftung allerdings nicht alleine stemmen, Gespräche mit einem zusätzlichen Investor seien bereits im Gange.

Bis der Turm tatsächlich einem neuen Wahrzeichen weicht, dürfte es noch eine Weile dauern. Frühestens 2017 werden laut Güntensperger die Maschinen auffahren – und das auch nur, wenn die Stiftung alle Planungs- und Bewilligungshürden im ersten Anlauf nimmt. Der Bau selbst wird danach nochmals etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen.

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