Schneisingen

Das Siegerprojekt für alters- und behindertegerechte Wohnungen steht fest

Die Wohnungen sind beim Siegerprojekt auf drei Etagen verteilt.

Die Wohnungen sind beim Siegerprojekt auf drei Etagen verteilt.

Die Arbeitsgruppe «Wohnen im Alter» hat sich für ein modernes Gebäude mit 14 Wohnungen entschieden. Es soll das modernste Gebäude im Dorf werden.

In Schneisingen steht die Gründung einer Wohnbaugenossenschaft für alters- und behindertengerechte Wohnungen an. Die Arbeitsgruppe «Wohnen im Alter» hat das Siegerprojekt, einen Neubau mit 14 Wohnungen, in einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Die rege Teilnahme macht deutlich, dass ein echtes Bedürfnis nach dieser Wohnform besteht.

«Wir haben kein Gebäude im Dorf, das so modern ist.» Das war der einzige Vorbehalt, den eine Teilnehmerin vorbrachte. Daraufhin erwiderte die Arbeitsgruppe: «Dann ist es jetzt so weit.» Im Frühjahr 2016 sollen in Schneisingen 14 Alterswohnungen bezugsbereit sein – nach einer je einjährigen Bewilligungs- und Bauphase. Die Arbeitsgruppe hat das Siegerprojekt auserkoren; die Detailplanung kann beginnen.

Als nächster Schritt steht die Gründung einer Wohnbaugenossenschaft an, einer gängigen Rechtsform für günstigen und altersgerechten Wohnraum. Wer Genossenschafter ist und in Schneisingen wohnt, wird bei der Wohnungsvergabe eher berücksichtigt werden. Die Richtmieten für eine Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung liegen derzeit netto bei 1185 Franken, für eine Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung bei 1530 Franken.

Betreutes Wohnen ist kein Thema

Altersgerechten Wohnraum gibt es in Schneisingen bisher keinen – umso grösser ist der Bedarf. «Dass wir an zwei Info-Veranstaltungen je etwa 70 Interessenten hatten, sagt schon viel», sagte der Präsident der Arbeitsgruppe, Andreas Meier. Schneisingen arbeitet mit dem Alters- und Pflegeheim in Ehrendingen zusammen. Meier äusserte sich hierzu pointiert: «Altersheime werden sich in Zukunft in Pflegeheime umpositionieren. Die Leute werden möglichst lange zu Hause wohnen.» Es werde daher mehr Alterswohnungen brauchen.

Bis 2020 sei jede fünfte Person im Land über 65 Jahre alt, sagte Meier. Betreutes Wohnen sei jedoch kein Thema: «Ein Teil der Dienstleistungen kann möglicherweise der Hauswart übernehmen. Weitere Dienstleistungen wie Spitex oder Mahlzeitendienst müssen extern bezogen werden», hielt die Arbeitsgruppe fest.

Die Voraussetzungen für das Bauvorhaben sind äusserst günstig. Das Land wird von der katholischen Kirchgemeinde Schneisingen-Siglistorf im Baurecht zur Verfügung gestellt. Dies bedeutet, dass die Wohnbaugenossenschaft in den nächsten 75 Jahren das Land gegen eine Zinsleistung überbauen und bewirtschaften darf, ohne das Land zu kaufen. Das Wohngebäude käme an zentraler Lage im Dorf, östlich der Schulanlage Aemmert, zu stehen.

Die grosszügigen, hellen Wohnungen verteilen sich auf drei Wohnetagen, denen eine überdachte Laube entlang der Ostseite vorgelagert ist. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss dient als Kontaktzone unter den Bewohnern. Kellerräume und eine Tiefgarage sind noch in Planung.

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