Die Aussteller und Organisatoren strahlten mit der Sonne um die Wette. Besonders gefreut hat es diejenigen, deren Präsentationstand draussen rund um die Mehrzweckhalle aufgebaut war. In den letzten Jahren wurden das immer mehr. «Bei der letzten Gewerbeausstellung vor fünf Jahren waren es 87 Aussteller. Dieses Mal haben wir rund hundert Firmen, die sich hier zeigen», erzählte Fabian Meier, Präsident des zehnköpfigen Organisationsteams, in seinem aufwendig gemachten Pavillon, den sich seine Firma mit weiteren Unternehmen teilt.

Als 1993 die erste Wüga stattfand, nahmen ausschliesslich einheimische Gewerbetreibende daran teil. Das hat sich im Laufe der Jahre geändert. «Solange auswärtige Aussteller das einheimische Gewerbe nicht konkurrenzieren, sehen wir diese durchaus als eine Bereicherung an», so Fabian Meier weiter.


Direkter Kontakt zu Kunden
In der Tat präsentierte sich auch dieses Mal eine bunte Mischung von Firmen aus dem Dienstleistungssektor, Bauunternehmen und Freizeitanbieter. Aber es waren auch die Stadtpolizei Baden und das RAV (Regionale Arbeitsvermittlung) mit einem Stand anwesend. Beispielsweise Matthias Rymann, Geschäftsleiter bei Graf Sanitär.

«Für uns steht nicht nur der Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen im Vordergrund. Vielmehr lernen wir hier teilweise unsere Geschäftspartner und unsere Kunden persönlich kennen», erklärte er den Grund für seine Anwesenheit. Der persönliche Kontakt sei auch im Zeitalter der Digitalisierung noch immer so wichtig wie früher. Davon ist Rymann überzeugt und spricht damit wohl auch für den grossen Rest der Aussteller, aber auch für die Besucher.


Vermehrt auch Junge ansprechen
Neu war die grosse Outdoor Bühne, auf der tagsüber allerlei Attraktionen und Musikdarbietungen stattfanden. Am Abend rockten darauf dann Musikbands und DJSigg. Mit dieser Neuerung wollten die Organisatoren einen Hauch Openair-Konzertstimmung verbreiten. Zusammen mit dem Lunapark schien das auch ganz gut zu funktionieren. Die ganz jungen Besucher konnten sich beriets tagsüber in der Gumpiburg austoben, und sie kamen im Tierlizoo auf ihre Kosten. Pünktlich auf die Ausstellung hin präsentierten sich Ziegen, Schafe, Schweine und Kühe mit ihrem herzigen Nachwuchs.

Hinter dem Zoo liess sich die Jungmannschaft mit der Mini Dampfeisenbahn spazieren fahren . Die kleine Dampflokomotive bei «Stephan’s Mini-Dampfbahn war aber nicht nur für Kinder ein Anziehungspunkt. Auch manch erwachsener Eisenbahnfan liess sich das Model, dessen grosse Schwester im grenznahen Frankreich immer noch regelmässig eine Strecke abdampft, erklären. So traf sich, ganz im Sinne der Veranstalter, an der Würenlinger Gewerbeausstellung 2018 das Gewerbe und seine Kundschaft an einem Anlass, der schon fast Volksfestcharakter hatte.