Bad Zurzach

Das Bezirksgefängnis in der obersten Rathaus-Etage ist geschlossen

Das Zurzacher Bezirksgefängnis befand sich im obersten Stockwerk des 1965 erbauten Rathauses. (Hunziker)

Das Zurzacher Bezirksgefängnis befand sich im obersten Stockwerk des 1965 erbauten Rathauses. (Hunziker)

Der Gefängnisbetrieb im Bezirksgefängnis Bad Zurzach ist per Ende Juni eingestellt worden.

Das Bezirksgefängnis befand sich im obersten Stockwerk des Rathauses an der Hauptstrasse 50. Betreut wurden die zehn Einzelzellen und eine Viererzelle von zwei Angestellten des Kantons. Es bot Platz für maximal 14 Häftlinge. Betreut werden die Häftlinge durch zwei Angestellte des Kantons. In der Nacht gibt es keinen Aufseher, lediglich einen Pikettdienst und das Alarmsystem. 

Die Schliessung des Bezirksgefängnisses ist auf den Ausbau der Haftplätze in Lenzburg zurückzuführen. Der Mietvertrag für das Bezirksgefängnis wurde vom Kanton per Ende September 2017 gekündigt. 

Wie der oberste Stock des Rathauses in Zukunft verwendet wird, ist noch unklar. Man befinde sich aktuell in der Projekt- und Erstellungsphase, teilt die Gemeinde mit. Das Rathaus gehört der Gemeinde. 

Der Gefängnisbetrieb selbst soll bereits per Ende Juni eingestellt werden. Darüber ist wohl niemand traurig, kam es doch immer wieder zu Vorfällen. Im Mai 2016 türmte ein Häftling nach einer Behandlung in der Zahnarztpraxis von Jules Saxer.

Im Dezember 2003 setzte gar ein Häftling seine Zelle in Brand und verletzte sich selbst dabei schwer. Der Mann hatte mit einem Feuerzeug Matratze und Anzug seines Betts in Brand gesteckt. Die Zelle brannte aus, das Gebäude musste aber nicht evakuiert werden.

«Äxgüsi!», so hat Werkhofmitarbeiter Markus Wassermann den flüchtigen Häftling gestoppt.

«Äxgüsi!», so hat Werkhofmitarbeiter Markus Wassermann den flüchtigen Häftling gestoppt. (Mai 2016)

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