«Die Maschinen haben mein Herz etwas höher schlagen lassen», bekannte Nationalrätin Corina Eichenberger zu Beginn ihres Referates. Die Wasserenergie sei wie die Atomenergie ein wichtiger Bestandteil der Schweizer Stromversorgung. «Der Preis für den Atomausstieg wird hoch. Für die Wirtschaft, den Konsumenten und auch für die Natur», so Eichenberger.

Dabei müsse man nur an die Wind- und Photovoltaik-Anlagen denken. Zudem fürchtet die in Kölliken wohnhafte Politikerin, dass der Ausstieg massiv ans Portemonnaie gehen wird: «Einzelne Massnahmen des Bundes zum Ausstieg sind schon gut, aber beim Gesamtpaket müssen bei uns Freisinnigen die Alarmglocken läuten», sagte Eichenberger. Besonders stossend findet sie, dass Gaskraftwerken gestattet werden soll, einen Teil des CO2-Ausstosses im Ausland zu kompensieren.

Boden unter den Füssen verloren

«Der Bundesrat rechnet damit, dass die Energiepreise sowieso steigen», sagte Eichenberger. Dies erkläre aber nicht, warum man diese noch mehr ansteigen lassen wolle. Vorwürfe erhebt sie auch gegenüber den Medien. «Diese haben den Atomausstieg eigentlich inszeniert», so die Nationalrätin. Sie verstehe nicht, warum die Journalisten nicht recherchieren, wie es in anderen Ländern üblich sei. Deutschland sei nach dem Atomausstieg vom Strom-Exporteur zum -Importeur geworden und würde heute unter anderem französischen Atomstrom kaufen.

«Wir haben den Boden unter den Füssen verloren und aus dem Bauch heraus entschieden», sagte Eichenberger. Die Atomkraftwerke würden aber zum Glück am Netz bleiben, da der Bundesrat diese für sicher halte. «Wenn sie aber sicher sind, warum schliesst der Bundesrat dann kategorisch den Bau von weiteren Atomkraftwerken aus?», fragte Eichenberger.

Kleine Verbesserungen möglich

«Das Thema Energie interessiert im Zurzibiet», sagte Huldrych Egli, Präsident ad interim der FDP-Bezirkspartei, zu Beginn der Veranstaltung. Als Freisinnige beschäftige insbesondere die Frage, ob die alternativen Energien genügen. Andreas Suter, Geschäftsführer des Kraftwerks Klingnau, informierte die rund 30 Besucher, wie stark die Stromproduktion erhöht werden könnte: «Mit Verbesserungen der Turbinen und Generatoren kann die Produktion lediglich um drei Prozent gesteigert werden», sagte Suter.

Die wichtigsten Faktoren, die Wasserhöhe und die Fallhöhe, seien gegeben. Es sei möglich, dass die Technik weiter verbessert werde und so die Produktion erhöht werden könne. Aber: «Das Ziel ist, die Produktion gleich hoch zu halten», so Suter. Faktoren, die das Potenzial der Wasserenergie negativ beeinflussen, seien die Klimaerwärmung und die dadurch schmelzenden Gletscher. (lbe)