Endingen

Coole Mutterkuh mit Kalb am Olma-Umzug – von ungefähr kommt das nicht

Die Simmentaler Mutterkuh Quarta von Markus und Regula Hauenstein aus Endingen durfte mit ihrem Kälbchen im Olma-Umzug mitlaufen. Das Mitlaufen hatten die Landwirte mit ihren Tieren eigens für diesen Auftritt geübt.

Dass der Auftritt einer Mutterkuh mit Kalb in einer grossen Menschenansammlung ohne Probleme über die Bühne geht, ist so selbstverständlich nicht – «Jöö-Effekt» hin oder her. Treffen Mutterkühe und Wanderer aufeinander, kann es, wie die Erfahrung zeigt, zu gefährlichen Situationen kommen.

Bei Milchkühen, bei denen die Kälber früh von ihren Müttern getrennt würden, gebe es weniger Probleme, weil die Beziehung nicht so eng sei, sagt Regula Hauenstein vom Endinger Loohof. Bei Mutterkuhrassen hingegen sei so ein Auftritt eher schwierig. Mutterkühe hätten einen ausgeprägten Hang dazu, ihre Kälber zu beschützen. Und sie verfügten über einen starken Herdentrieb. Bei der Abfahrt nach St. Gallen habe Quarta denn auch fast nicht vom Stall weggewollt.

Üben hat sich ausbezahlt

Gross war die Erleichterung der Besitzer, als Mutterkuh und Kalb, herausgeputzt und mit Blumen bekränzt, brav den Milchkühen hinterher schritten. «Wir haben auch viel mit den beiden geübt», erklärt Regula Hauenstein. Zum Beispiel mit Glocken, denn es war ja zu erwarten gewesen, dass die Milchkühe im Umzug Glocken tragen würden. Und für Markus Hauenstein ist klar: «Es hat sich gelohnt, dass wir einige Male mit der Kuh und dem Kalb das Laufen an der Halfter geübt haben.»

Unter den Mutterkuhrassen sei die Rasse Simmental eine der umgänglichsten, sagt Regula Hauenstein. «Mit Simmentaler Kühen ist so etwas noch am ehesten möglich.» Ganz allein waren Quarta und ihr Kalb in ihrer Kategorie trotzdem nicht: Auch eine Charolais-Kuh mit Kalb lief im Umzug mit. Paare der andern Mutterkuhrassen seien zwar in St. Gallen bis zum 18. Oktober ebenfalls ausgestellt, am Umzug hätten sie aber nicht teilgenommen.

Ziel: ein Paar von jeder Rasse

Wie aber kamen Quarta und ihr Kalb zu ihrer Reise in die Ostschweiz? «Wir wurden angefragt von der Vereinigung Mutterkuh Schweiz», sagt Regula Hauenstein. Deren Ziel war es, von jeder Mutterkuhrasse ein repräsentatives Paar aus dem diesjährigen Gastkanton Aargau an die Olma zu bringen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1