Gippingen

Cancellara und Co. auf dem Rad mit Hobbyfahrern: «Die Stars mal live sehen und erleben»

An der Premiere der Dillier Classic waren rund 100 ambitionierte Hobbyfahrer mit den Profis unterwegs. Organisator und Namensgeber Silvan Dillier fuhr selber nicht, er erholt sich immer noch von seinem Schlüsselbeinbruch.

Schon früh morgens wuselte es in Gippingen. Die fein säuberlich geputzten Rennmaschinen wurden ausgeladen, es wurde nochmals alles kontrolliert, die Startnummer abgeholt und die Ausrüstung ein letztes Mal gecheckt. Schliesslich kann man als Hobbyfahrer nicht jeden Tag mit Fabian Cancellara oder Gregory Rast auf die Rennstrecke.

Es war die Premiere der Dillier Classic, einem Radrennen für Amateure. Organisator und Namensgeber Silvan Dillier konnte sich nicht selber auf den Sattel schwingen. Der Schneisinger erholt sich immer noch von seinem Schlüsselbeinbruch. «Es geht mir gut, ich gehe schon wieder auf die Rolle», erklärte der Profi. Aber für die Tour de France reicht es wohl nicht. «Bis dann kann ich keine Rennen fahren und damit hat sich die Tour wohl auch erledigt.» Für den Aargauer ist dies jedoch nicht so schlimm. «Die Tour ist wohl das bekannteste Rennen der Welt, aber da bin ich nur Helfer. So kann ich bei anderen Rennen an den Start mit eigenen Ambitionen», sagte der sympathische Radstar, während er immer wieder von Teilnehmern angesprochen wird. Ein Selfie da, ein Autogramm auf das Trikot dort oder einfach eine Frage zur Strecke.

Und diese hatte es in sich. Sie ist wirklich nicht für jedermann gedacht, galt es doch über 2000 Höhenmeter zu überwinden. Die Motivation bei den rund 100 Teilnehmern war denn auch klar: «Die Stars mal live zu sehen, zu erleben und mit ihnen zusammen zu fahren», sagte einer der ambitionierten «Gümmeler». «Die Topfahrer mal persönlich zu treffen und nicht nur am Fernsehen zu sehen», ergänzte sein Kollege.  

Mit Fragen gelöchert

Vor dem Start wurden Fabian Cancellara, Gregory Rast und Co. denn auch mit Fragen gelöchert. Sei es zu ihrer Karriere oder ganz konkret ob man bei diesem garstigen Wetter doch lieber mit langen Ärmeln, kurzen Hosen oder mit Handschuhen fahren soll. Danach wurden sie mit einem lauten Knall von Silvan Dillier auf die Strecke geschickt. Teilnehmer aus der französischen Schweiz waren genauso dabei wie aus dem Tessin und dem grenznahen Deutschland. Nach der Tour wurden die Rennmaschinen wieder verladen, bevor es zwar müde, aber zufrieden nach Hause ging. Und am nächsten Donnerstag werden die meisten wieder dabei sein. Diesmal jedoch «nur» als Zuschauer, wenn die Profis in Gippingen zum Grossen Preis des Kantons Aargau starten.

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