Würenlingen/Surbtal

Brand in Würenlingen: Hängt er mit Surbtaler Brandserie zusammen?

In der Nacht auf Dienstag hat in Würenlingen eine Scheune gebrannt. Das hat Erinnerungen an eine ungeklärte Brandserie im Surbtal vom letzten Sommer geweckt, wo Brandstiftung vermutet wurde. Ausschliessen kann man einen Zusammenhang derzeit nicht.

In Würenlingen brannte in der Nacht auf den 19. Mai die Scheune von Landwirt Walter Schneider. Anwohner bemerkten das Feuer um 1.45 Uhr. Als die Feuerwehr eintraf, stand das Gebäude in Vollbrand. Werkstatt und Garage wurden zerstört, das angebaute Wohnhaus konnte jedoch gerettet werden. Nach ersten Schätzungen beträgt der Schaden etwa 100'000 Franken.

Abgefackelt? Scheunen-Brand in Würenlingen

Abgefackelt? Scheunen-Brand in Würenlingen.

Die Polizei prüft, ob jemand das Gebäude vorsätzlich in Brand gesteckt haben könnte – der Unterstand der Scheune war nicht abgeschlossen. «Tatsächlich kann beim Brand Würenlingen Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden», sagt Bernhard Graser, Sprecher der Kantonspolizei. Die Ermittlungen seien allerdings noch im Gange, weshalb dazu noch keine verbindlichen Angaben gemacht werden könnten.

Bemerkenswert: Fast genau vor einem Jahr begann im Surbtal eine Brandserie. In der Nacht auf den 20. Mai 2014 brannte im Tegerfelder Wald ein Unterstand samt Brennholz und Gerätschaften, Anhänger und Ladewagen. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 50000 Franken.

In der Nacht vom 3. Juni brannte in Unterendingen die alte Ziegelei. In der unbewohnten Halle befand sich das Lager eines Plattenlegerbetriebs, zudem landwirtschaftliche Maschinen.

Schliesslich brannte am 11. August spätabends eine Scheune ausgangs Tegerfelden Richtung Döttingen. Ein Hund wurde leicht verletzt, der Sachschaden wurde auf mehrere zehntausend Franken geschätzt. Menschen kamen in allen drei Fällen keine zu Schaden.

Scheune in Tegerfelden ausgebrannt - Besitzer vermutet Brandstiftung

Scheune in Tegerfelden ausgebrannt - Besitzer vermutet Brandstiftung.

Die Brandobjekte lagen alle ausserhalb der Dorfkerne und waren unbewohnt. Wenige Tage nach dem letzten Brand startete die Kantonspolizei einen Zeugenaufruf: Man gehe von «fahrlässigen oder vorsätzlichen Taten» aus und bitte die Bevölkerung um Hinweise. Prompt stoppte die Brandserie – bis jetzt? Gibt es einen Zusammenhang zum Fall Würenlingen?

Kapo-Sprecher Graser sagt, derzeit lägen für den Brand in Würenlingen «keine Erkenntnisse über eine mögliche Täterschaft und deren Motive vor». Deshalb lasse sich zur Zeit auch nicht sagen, ob Zusammenhänge zu den früheren Bränden in der Region bestehen. Sicher ist: Der mutmassliche Surbtaler Feuerteufel ist auf freiem Fuss. Graser: «Leider sind diese mutmasslichen Brandstiftungen trotz intensiver Ermittlungen ungeklärt geblieben.»

Auch in Schlatt bei Leuggern hat es am vergangenen Samstagnachmittag gebrannt. Eine Scheune und eine Werkstatt wurden komplett zerstört. Auch dort seien die Ermittlungen noch im Gange, heisst es von Seiten der Kapo. «Es sieht so aus, dass eine technische Ursache zum Brand führte. Näheres kann aber noch nicht gesagt werden», sagt Bernhard Graser.

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