Polizeioberkommissar Hansjörg Flügel und Polizeimeister Christoph Müller waren gestern ab 6 Uhr im Kreis Waldshut mit einem Lasermessgerät im Einsatz, um Raser aus dem Verkehr zu ziehen. Damit gehören sie zu den über 2000 Beamten, die in ganz Baden-Württemberg beim bundesweit zweiten Blitzmarathon im Einsatz waren. Los ging es für Hansjörg Flügel und Christoph Müller in Grimmelshofen.

„In einer Stunde gab es dort lediglich fünf Beanstandungen“, informiert Hansjörg Flügel. Der Polizeioberkommissar habe das Gefühl, dass die Verkehrsteilnehmer auf die Tempokontrollen, die im Kreis Waldshut an 32 Stellen erfolgten, vorbereitet gewesen waren.

„Trotz eines starken Verkehrsauskommens, konnten wir ein defensives Fahren feststellen. Zurückzuführen ist das auf die Medien, die über den Blitzmarathon berichtet haben“, so Flügel. Der schnellste Autofahrer war in Grimmelshofen in der 50er-Zone mit 25 Stundenkilometern zu schnell unterwegs. „Als wir ihn angehalten hatten, zeigte er sich einsichtig“, sagt Flügel.

Beim Blitzmarathon gab es bis etwa 14 Uhr im Kreis Waldshut von 1302 gemessenen Fahrzeugen 39 Beanstandungen wegen überhöhter Geschwindigkeit. Davon haben 23 Fahrer eine Geschwindigkeitsanzeige erhalten, weil sie mindestens 20 Stundenkilometer zu schnell unterwegs waren. Der schnellste Fahrer wurde in einer 100er-Zone mit 128 Kilometern pro Stunde gemessen.

In 16 Fällen gab es eine Verwarnung. „Das heißt, die Verkehrsteilnehmer waren nicht mehr als 21 Stundenkilometer zu schnell“, erklärt Paul Wißler, Polizeisprecher in Waldshut-Tiengen. Zudem wurde ein Autofahrer wegen Telefonierens am Steuer und einer wegen nicht Anschnallens beanstandet.

Wißler bilanziert: „Bis 14 Uhr gab es wenig Geschwindigkeitsüberschreitungen. Das liegt vor allem daran, dass viele Verkehrsteilnehmer über die Medien erfahren haben, dass der Blitzmarathon stattfindet. Damit haben wir ein Ziel erreicht. Zudem wurden vorab ja auch die Kontrollstellen veröffentlicht.“