Döttingen

Beznau 1 geht frühstens Ende Februar ans Netz

Der Block 1 des Atomkraftwerkes Beznau geht frühestens Ende Februar des kommenden Jahres wieder ans Netz. Auch Block 2 steht still.

Der Block 1 des Atomkraftwerkes Beznau geht frühestens Ende Februar des kommenden Jahres wieder ans Netz. Auch Block 2 steht still.

Der Block 1 des Atomkraftwerkes Beznau geht frühestens Ende Februar des kommenden Jahres wieder ans Netz. Damit rechnet Axpo-Chef Andrew Walo. Der Block 1 ist seit März wegen Erneuerungs- und Prüfungsarbeiten vom Netz. Auch Block 2 steht still.

Vor kurzem habe man von der Atomaufsichtsbehörde ENSI die Aufforderungen für zusätzliche Messungen, Auswertungen und Befunde erhalten, sagte Walo am Mittwochabend in der Sendung Rundschau von SRF. Man werde diese zusätzlichen Aufforderungen erfüllen. Die Axpo ist Betreiberin von Beznau.

Das führt gemäss Axpo-Chef dazu, dass der Block 1 nicht wie zuletzt geplant Ende Oktober, sondern Ende Februar 2016 wieder angefahren werden soll. Seit der Abschaltung im Februar ist es wiederholt zu Verzögerungen gekommen.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) hatte bereits vor einem Monat mitgeteilt, dass die eigenen Stellungnahmen zu den Prüfungsberichten der Betreiberin frühestens im ersten Quartal 2016 vorliegen würden.

Unregelmässigkeiten im Material

Bei der Jahresrevision und beim Einbau eines neuen Deckels für den Reaktordruckbehälter des Blocks 1 waren diesen Sommer dank einer neuen Messtechnologie Unregelmässigkeiten im Material des Reaktordruckbehälters entdeckt worden.

Zuerst braucht es eine zusätzliche Transport-Öffnung: Axpo-Visionierung zeigt, wie der Austausch der Deckel funktioniert.

Zuerst braucht es eine zusätzliche Transport-Öffnung: Axpo-Visionierung zeigt, wie der Austausch der Deckel funktioniert.

Das ENSI erwartet nun von der Axpo eine Bewertung dieser Befunde. Der Bericht müsse aufzeigen, ob und wie der Reaktordruckbehälter durch die Befunde geschwächt werde und ob die Anforderungen des Regelwerks noch erfüllt seien.

Bei den Unregelmässigkeiten handle es sich gemäss Experten nicht um Risse, sondern um Einschlüsse im Material, die aus der Herstellzeit stammten, sagte Stephan Döhler, Leiter Division Kernenergie bei Axpo, in der Rundschau. Ob es sich dabei um Lufteinschlüsse oder Einschlüsse aus dem Schmiedeprozess handle, könne er zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit letzter Genauigkeit sagen.

Auch der Block 2 des AKW Beznau in Döttingen ist seit Mitte August für eine vier Monate dauernde Revision vom Netz. Es soll unter anderem der Deckel des Reaktordruckbehälters ausgewechselt werden. Am Reaktordruckbehälter von Block 2 sollen wie beim Block 1 vergleichbare Messungen vorgenommen werden.

Der Block Beznau I ist seit 1969 am Netz und gilt als weltweit dienstältestes kommerzielles AKW. Block 2 ist weitgehend baugleich und seit 1971 in Betrieb.

AKW Leibstadt nach Revision am Netz

Das AKW Leibstadt im Kanton Aargau ist am Donnerstagmorgen nach der 38 Tage dauernden Jahresrevision hochgefahren worden. Rund ein Fünftel der Brennelemente wurden ausgetauscht. Auf dem Programm standen auch umfangreiche Prüf- und Instandhaltungsmassnahmen, wie die Kernkraftwerk Leibstadt AG (KKL) mitteilte.

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