«Ich fühle mich wie der Terminator», sagt Besucher Marcel Langensand lachend, der zuvor von zwei Expertinnen in den Altersanzug GERT gesteckt wurde. Ziel von GERT ist es, dem Träger vor Augen zu führen, wie man sich als 80- oder gar 90-jährige Person bewegungsmässig fühlt. Und er fügt hinzu: «Es ist ganz schön erdrückend.» Nicht nur der Altersanzug durfte auf dem Rundgang durch das Spital Leuggern ausprobiert werden, sondern man durfte sich etwa auch im Nähen von Wunden oder als «Chirurg» versuchen. Die kleinen Besucher liessen sich nur zu gerne Blumen oder Schmetterlinge aufs Gesicht zaubern. Und als besonderes Highlight durften sie sich einen Gips verpassen lassen. Selbstverständlich wurde dieser danach fachmännisch aufgeschnitten, um ihn nur noch mit Tesaklebern zusammenzuhalten. Zu Themen wie Prothetik, Anästhesie, Palliative Care oder Demenz gaben die Fachkräfte gerne Auskunft. Auch entsprechende Unterlagen, wie etwa «Menschen mit Demenz als Mitmenschen» mit praktischen Tipps für den Alltag, lagen zum Mitnehmen auf. Im Aussenbereich wurde von der Stützpunktfeuerwehr Bad Zurzach in Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst eine Strassenrettung durchgeführt. Eine eindrückliche Demonstration, bei der das Auto richtiggehend zerlegt wurde. Sogar das Dach wurde entfernt, um die verletzte Person ideal aus dem zertrümmerten Auto befreien zu können. Dieser Aktion wohnten viele Besuchern bei, sehr zur Freude von Direktor René Huber. Das grosse Interesse am Tag der offenen Tür sei einfach toll, sagte er.

Von den Anfängen des Spitals

Die heutige Spitalanlage steht an der Stelle der früheren Johanniter-Kommende aus dem 13. Jahrhundert. 1895 hat Oskar Keller den Gemeinden Leuggern, Böttstein, Full-Reuenthal, Leibstadt und Döttingen einige Gebäudeteile der Johanniterkomturei sowie 16 000 Franken geschenkt. In der Schenkungsurkunde wird verlangt, im Ritterhaus sei ein Kranken- und Altersasyl zu erstellen. 1898 übernahm die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Zurzach diese Aufgabe, woraus das Bezirksspital entstand. Die Gemeinnützige Gesellschaft war es auch, die den Vertrag mit den Klosterfrauen aus Ingenbohl schloss – sie betreuten bis 1969 die Patienten. Auf den 1. Januar 1994 wurde die Gemeinnützige Gesellschaft des Bezirks Zurzach in den Spitalverein umgewandelt. Die Spitäler Leuggern und Menziken haben sich 2002 zur Asana Gruppe AG zusammengeschlossen. Seit 2013 sind die beiden Spitäler mit eigenen Direktionen ausgestattet.

«Impuls» sichert Fortbestand

Und heute? Ist die Asana Gruppe AG, im speziellen das Spital Leuggern, gut positioniert? Direktor René Huber: «Ja, wir sind gut positioniert. 2016 waren wir gut unterwegs, konnten die Auslastung steigern, was sich auch finanziell positiv ausgewirkt hat. Mit dem Projekt «Impuls» (Neubau Pflegeheim und Erweiterung Notfallstation), das ab 2018 umgesetzt werden soll, stellen wir den Fortbestand unseres Leistungsangebotes in der Akutsomatik und der Langzeitpflege für das Zurzibiet und Umgebung sicher.»