Zurzibiet

Bessere Verbindungen: So verändert sich der öffentliche Verkehr

Zu Stosszeiten fährt die S27 vom Unteren Aaretal (im Bild Klingnau) direkt nach Zürich HB. Ab Dezember 2015 kommen mit der S19 zusätzliche Fahrmöglichkeiten dazu.

Zu Stosszeiten fährt die S27 vom Unteren Aaretal (im Bild Klingnau) direkt nach Zürich HB. Ab Dezember 2015 kommen mit der S19 zusätzliche Fahrmöglichkeiten dazu.

Endingen wird zur öV-Drehscheibe. Vom Unteren Aaretal aus wird man nebst der S27 zukünftig auch mit der neuen S19 ohne Umsteigen bis nach Zürich fahren können. Verbesserungen gibt es auch im Busverkehr.

Reto Kobi, Projektleiter Sektion öffentlicher Verkehr des Aargauer Verkehrsdepartements, kennt jeden Fahrplan auswendig – zumindest erhielt man diesen Eindruck an der Sitzung des Planungsverbandes Zurzibiet Regio. Dort präsentierte Kobi die neusten Entwicklungen in Sachen Bus und Bahn. Auf der Buslinie Brugg–Würenlingen–Zurzach herrscht in Spitzenzeiten schon ab Dezember 2014 der Halbstundentakt.

Per Dezember 2015 ändern Takt und Zeiten bei verschiedenen Haltestellen. Niederweningen wird neu mit der S15 bedient (bisher S5/S55). Sie bietet eine Direktverbindung im 30-Minuten-Takt nach Zürich HB–Uster–Rapperswil, das Umsteigen in Oberglatt entfällt. Bülach wird mit der S9 neu im Halbstundentakt bedient; es gibt zusätzliche Anschlüsse aus dem Studenland via Bad Zurzach auf die S-Bahn nach Zürich.

Die S27 von Baden nach Bad Zurzach, beziehungsweise Waldshut, bleibt im Halbstundentakt bestehen. Sie wird in Spitzenzeiten durch die neue S19 ergänzt. Diese neue S-Bahn führt ab Dietikon im Halbstundentakt nach Zürich-Effretikon und in Spitzenzeiten stündlich via Wettingen ins Untere Aaretal bis nach Koblenz. Im Raum Würenlingen-Döttingen passt man die Busfahrzeiten auf die neue S19 an.

In der Region Baden–Surbtal/Studenland wird Ende 2015 ein neues Buskonzept implementiert. Es gewährleistet in der Nebenverkehrszeit Anschlüsse in Niederweningen auf die neue S15, in Baden auf die Interregios von Basel, Zürich und Aarau sowie auf den neuen «Flugzug». Zur Drehscheibe wird Endingen: Wer von Baden mit dem Bus nach Tegerfelden will, wird künftig zu Spitzenzeiten in Endingen umsteigen müssen.

Das neue Buskonzept wirft auch Fragen auf. So muss noch geklärt werden, wie der Gelenkbus in Kaiserstuhl wenden kann. Ausserdem sollten die Schulzeiten in Kaiserstuhl angepasst werden. Die Buslinie Baden-Kaiserstuhl hat neu in Rümikon stündlich Anschluss nach Rekingen/Bad Zurzach. Weitere Verbindungen im Studenland wären nur mit einem Taktabbau nach Kaiserstuhl möglich.

Die Schulverbindungen nach Rekingen müssten mit Extra-Schulkursen abgedeckt werden, die von der Schule zu organisieren sind. Der Kanton startet eine Fahrplan-Vorvernehmlassung, die vom 11. Oktober bis zum 2. November dauert. «Die Bevölkerung ist eingeladen, sich zur neuen Fahrplan- und Liniengestaltung zu äussern», sagt Kobi. Möglich ist dies auf www.ag.ch/fahrplanvernehmlassung.

Kobi blickte auch noch weiter voraus – so sind mit Zeithorizont 2030 ein Halbstundentakt Baden–Waldshut und eine S-Bahn Zürich–Baden–Bad Zurzach denkbar. Letztere bedingt einen teilweisen Ausbau der Schienen auf eine Doppelspur, damit die Züge kreuzen können.

Meistgesehen

Artboard 1