26. Dezember

Berühmter Lichtkünstler wird das Klingnauer Städtli erleuchten

Mit 6 Projektoren erleuchtet Gerry Hofstetter am 26. Dezember die Gassen Klingnaus. Diese Sterne waren aber nur ein Testmotiv.

Mit 6 Projektoren erleuchtet Gerry Hofstetter am 26. Dezember die Gassen Klingnaus. Diese Sterne waren aber nur ein Testmotiv.

Am 26. Dezember feiert Klingnau das 775-Jahr-Jubiläum. Und im Städtli hat man sich etwas besonderes ausgedacht: Gerry Hofstetter wird mit Projektoren Sonnen- und Schattengasse im Städtli beleuchten. Der Künstler leuchtete schon das Matterhorn aus.

Was tun Sie am Stephanstag? Grosi besuchen? Sich vom alljährlichen Fressgelage erholen? Geschenke zählen? Ein Gegenvorschlag: Gehen Sie nach Klingnau – das Grosi nehmen Sie am besten gleich mit.

Denn das Städtli feiert am 26. Dezember sein 775-jähriges Bestehen. Aber nicht etwa mit etwas Profanem wie einem Bratwurststand und ein paar Reden.

Nein: Die Gemeinde hat den Lichtkünstler Gerry Hofstetter engagiert. Er hat schon Pyramiden, Eisberge und das Matterhorn erleuchtet – und nun die Sonnen- und die Schattengasse des beschaulichen Zurzibieter Städtchens.

Geschichte in Licht und Schatten

In drei Shows à 20 Minuten will Hofstetter den Zuschauern die Vergangenheit Klingnaus näherbringen. Dazu projiziert er Bilder an die Fassaden. Begleitend erzählt ein Vater mit seinem Sohn die Geschichte der Stadt – auch sie werfen riesige Schatten an die Wand.

In den Pausen ist die Bühne frei für die Besucher, die dann ihre eigenen Schattenspiele veranstalten können. «Der eine oder andere wird sicher versuchen, über seinen eigenen Schatten zu springen. Bisher ist das aber noch niemandem gelungen», sagt Gerry Hofstetter.

Einen persönlichen Bezug zur Gemeinde habe er nicht. «Es ist eine Region, die man kaum kennt. Umso positiver überrascht war ich, als ich das erste Mal nach Klingnau kam und mich mit der Geschichte befasste.»

Hofstetters Name soll die Schaulustigen in Scharen anziehen. OK-Präsidentin Elvira Mrose rechnet mit mindestens 2000 Besuchern – trotz oder gerade wegen des weihnachtlichen Datums: Der Anlass sei Weihnachts- und Jubiläumsfest zugleich.

Kleine und grosse Laternen

Der Publikumsmagnet ist zwar der international bekannte Hofstetter. Neben ihm sorgen aber noch andere für die Dekoration der Gassen: Junge Klingnauer versuchen sich ebenfalls in der Lichtkunst. Sie haben 30 Laternen gebaut und mit den Wappen der Ortsbürger bemalt. Damit richten sie einen Laternenweg ein und erzählen ihre eigenen Lichtgeschichten. Und dann ist da noch die grosse Laterne: Die Kirche wird von innen ausgeleuchtet. So sind die bunten Fenster von aussen auch im Dunkeln sichtbar.

Das Fest ist der Schlussakt des Jubiläumsjahres. Im September lud Klingnau schon zu einer Grenztour ein, an der rund 300 Personen teilnahmen. Die Kosten des ganzen Festjahrs belaufen sich laut Elvira Mrose auf rund 130 000 Franken. Davon tragen die Bürger 100 000 Franken, Sponsoren den Rest.

Jubiläumsfeier 775 Jahre Klingnau: Freitag, 26. Dezember, Startschuss zur Feier im Dorfzentrum um 16 Uhr; offizielle Jubiläumsfeier in der Kirche mit Reden politischer Vertreter um 17.30 Uhr; Licht-Shows von Gerry Hofstetter in Schatten- und Sonnengasse um 18.30 Uhr, 20 Uhr und 21 Uhr.

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