Zurzibiet

Bauland als Chance: Gemeindeverband macht Baulandreserven ersichtlich

Homegate bietet 0,62 Hektaren Bauland an, ZurzibietRegio weiss von 179,4 Hektaren.az

Homegate bietet 0,62 Hektaren Bauland an, ZurzibietRegio weiss von 179,4 Hektaren.az

0,62 Hektaren Bauland gibt es im Zurzibiet gemäss der Internetplattform homgate.ch. Doch eigentlich gibt es viel mehr. Und der Gemeindeverband ZurzibietRegio weiss auch wo und macht nun die Baulandreserven ersichtlich. Die Siedlungsentwicklung soll mit einer sogenannten Potenzialkarte vorangetrieben werden.

Wer auf der Internetplattform homegate.ch nach Bauland im Zurzibiet sucht, landet derzeit gerade mal fünf Treffer. Diese summieren sich auf 6159 Quadratmeter, was 0,6159 Hektaren entspricht. Doch die effektiven Reserven sind weitaus grösser. Um potenzielle Zuzüger anzulocken, müssen Baulandreserven aber ersichtlich sein. Zum Beispiel auf den Internetseiten der Gemeinden. Auch die Gemeindeangestellten müssen auf dem Laufenden sein; etwa wenn ein Interessent auf der Gemeinde anruft.

Der Gemeindeverband ZurzibietRegio ist seit längerem bestrebt, die Siedlungsentwicklung mit einer sogenannten Potenzialkarte voranzutreiben. Mit dem Ziel, das Zurzibiet zu einer attraktiven und lebendigen Wohn- und Arbeitsregion zu entwickeln. Erfasst wurden nun 179,4 Hektaren Bauzonenreserven auf 767 Parzellen. Der Kanton kommt in seiner Berechnung gar auf 30 Hektaren mehr. Grund: Die Potenzialkarte von ZurzibietRegio erfasst nur Parzellen ab einer Grösse von 400 Quadratmetern.

Die Absichten der Eigentümer

«Das Projekt Siedlungsentwicklung Zurzibiet ist auf guten Wegen», sagt Raumplanerin Dunja Kovari. Im Rahmen einer Befragung im Sommer wurden alle 25 Verbandsgemeinden angeschrieben. 19 davon haben fristgerecht ihre Unterlagen eingereicht. Einige benötigen teilweise aus Kapazitätsgründen noch weitere Zeit. Das Ziel bestand darin, jede Parzelle an Bauland mit Daten und Fakten zu versehen. Zu eruieren versucht wurde insbesondere die Entwicklungsabsicht des Eigentümers.

Zu den 767 Parzellen respektive 179,4 Hektaren lässt sich nun sagen: Für rund 30 Prozent der Parzellen und 28,2 Prozent der Flächen bestehen konkrete Entwicklungsabsichten der Eigentümer. In den anderen Fällen müssen weitere Abklärungen vorgenommen werden. Geplant ist ein Monitoring-Prozess, damit die Datenlage periodisch angepasst werden kann. Dadurch erhält die Region ein Entwicklungsinstrument. «Die Daten sind nützlich und helfen uns weiter bei der Gestaltung konkreter Handlungsempfehlungen», fast Kovari das Resultat der eingegangenen Unterlagen zusammen.

Parallel dazu wurde auch analysiert, welche Industrie-Areale sich für Start-up-Firmen eignen würden, die mit den Forschungsinstituten in der Region in Verbindung stehen. Dies im Rahmen eines Projektes der Neuen Regionalpolitik des Bundes. Weitere Massnahmen zur Stärkung der Siedlungsentwicklung im Zurzibiet sind für das nächste Jahr bereits in Planung. Hierzu gehören einerseits weitere Gespräche mit Gemeinden und weiteren Ansprechpartnern sowie die Durchführung von Vernetzungsanlässen und Exkursionen.

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