Klingnau

Baulärm verdrängt Musik: Sanierung der Propstei-Turnhalle verzögert sich

Die Sanierung der Propsteiturnhalle in Klingnau wird im November noch nicht abgeschlossen sein.

Die Sanierung der Propsteiturnhalle in Klingnau wird im November noch nicht abgeschlossen sein.

Bei der Sanierung der Propsteiturnhalle kommt es zu einer Verzögerung. Davon betroffen sind das Jahreskonzert der Stadtmusik und die Häxenacht der Guggenmusik Städtlifäger.

Der November in Klingnau steht normalerweise ganz im Zeichen der Musik. Am 7. November führen die Städtlifäger ihre Häxenacht durch, am 21. und 22. November die Stadtmusik ihr Jahreskonzert. Beide Anlässe werden von Hunderten Menschen besucht und sollten eigentlich in der Propsteiturnhalle stattfinden.

Doch bei den Sanierungsarbeiten kommt es zu Verzögerungen. Ursprünglich hoffte man, dass die Arbeiten, für die ein Kredit von 3,75 Millionen Franken gesprochen wurde, im November beendet sind. «Doch wie es aussieht, gehen die Arbeiten über den November hinaus», sagt Klingnaus Gemeindeschreiber Rolf Walker. Der Baulärm verdrängt gewissermassen die Musik. Aber auch die Gemeindeversammlung vom 19. November muss von der Propsteiturnhalle in die Schützenmatt verlegt werden.

Die Gemeinde hat die Stadtmusik und die Guggenmusik mit einem Schreiben über die Verzögerung informiert. «Schade», findet Städtlifäger-Präsident Pascal Heitzmann, «wir haben fest gehofft, dass es zeitlich reicht. Nur zu gerne hätten wir die sanierte Halle mit unserer Häxenacht eingeweiht.»

Doch was tun? Die Fasnacht verschieben geht nicht. Zusammen mit der Gemeinde suchten die Städtlifäger nach einer Alternative, und fanden sie in der Propstei Klingnau gleich gegenüber der Turnhalle. «Wir stellen auf dem Platz ein grosses Festzelt auf und können den Keller des Gemeindehauses nutzen», sagt Heitzmann. Einen Teil der entstandenen Mehrkosten übernimmt die Gemeinde.

Noch keine Lösung hat man für die Jahreskonzerte der Stadtmusik gefunden. «Ich habe irgendwie befürchtet, dass es bei der Sanierung zu einer Verzögerung kommt», sagt Stadtmusik-Präsident Reto Capaul. Am Datum des Jahreskonzerts muss man aber festhalten. Der Dirigent und die Sponsoren stehen bereit, das Programmheft ist gedruckt.

Nun sucht man ebenfalls nach Alternativen. Bereits angeklopft hat man in der Turnhalle Schützenmatt, doch in dieser finden an besagtem Wochenende Handball-Meisterschaftsspiele statt. Auch in den Nachbarsgemeinden sei man am Abklärungen treffen, sagt Capaul. Falls durch die Miete Mehrkosten entstünden, will auch er auf die Gemeinde Klingnau zugehen und Unterstützung fordern.

Jahreskonzert auf der Baustelle?

Am liebsten wäre Capaul aber ein Konzert auf der Baustelle. «Das hätte Charme», ist er überzeugt, «wir würden sogar extra noch ein Lied ins Programm integrieren, das zur Umgebung passt.» Je nachdem, wie weit die Arbeiten bis zum 21. November fortgeschritten sind, ist diese Variante mit der Musik auf der Baustelle sogar möglich. Entscheidend ist, dass die Bühne steht. Auch Gemeindeschreiber Walker will diese Möglichkeit nicht ausschliessen. Es wäre dann quasi eine Einweihung vor der Vollendung der Propsteiturnhalle.

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