Bad Zurzach

Baubeginn zu optimistisch geplant: Das neue Wahrzeichen hängt in der Warteschleife

Das Turmhotel, das Wahrzeichen des Kurorts, wird abgerissen. Der neue Standort ist noch unbekannt.

Das Turmhotel, das Wahrzeichen des Kurorts, wird abgerissen. Der neue Standort ist noch unbekannt.

Das Turmhotel im Kurort Bad Zurzach kommt sicher weg. Ursprünglich hätte der Abriss bereits in diesem Jahr beginnen sollen. Wann der Neubau beginnen kann, ist allerdings noch immer offen.

Seit einem Jahr ist klar: Das Turmhotel in Bad Zurzach soll weg. Das 1964 erbaute Wahrzeichen des Kurorts ist betriebswirtschaftlich nicht mehr überlebensfähig. Hauptproblem ist der kleine Grundriss: Dieser beträgt gerade einmal zehn mal zehn Meter, wovon Lift und Treppe einen Teil beanspruchen. Somit bleibt nur eine kleine Fläche für Zimmer übrig. Auch liegen drei Stockwerke brach – sie waren ursprünglich ein Wasserreservoir und haben deshalb keine Fenster.

Eine Sanierung wäre zu teuer und lohnt sich daher nicht. Deshalb soll ein neuer Turm mit einem grösseren Grundriss gebaut werden. Nach ersten Planungen wird dieser wohl über dem Eingang des heutigen Thermalbads entstehen. «Momentan befindet sich das Projekt im Planungsverfahren. Es laufen Abklärungen auf verschiedenen Behördenebenen», sagt Bad Zurzachs Gemeindeammann Reto S. Fuchs.

Baubeginn nicht in diesem Jahr

Seit letztem Mai ist das Hotel nun ausser Betrieb. Wo einst Kurgäste übernachteten, stehen heute Bürotische der Reha-Clinic-Administration. Nur das Panorama-Restaurant im obersten Stock ist weiterhin geöffnet. Ursprünglich hätte der Abriss bereits in diesem Jahr beginnen sollen.

«Das war von Beginn weg sehr optimistisch. Die Planung für einen allfällig neuen Turm ist ein komplexes Verfahren und beansprucht einige Zeit», so Fuchs. Denn das Ortsbild müsse erhalten bleiben, und dabei stelle ein Turm im Flecken einen Ausnahmefall dar. So muss die Nutzungszone gemäss Bauzonenplan und Bau- und Nutzungsvorschriften ein Hochhaus zulassen.

«Dabei ist bei Hochhausstandorten auch der Schattenwurf auf benachbarte Parzellen zu beachten», erklärt Givoanni Leardini, Leiter Kommunikation des Departements Bau, Verkehr und Umwelt. Wobei der Standort aufgrund der Nähe des Kurgebiets zum historischen Flecken anspruchsvoll und deshalb sehr sorgfältig zu evaluieren sei.

«Dementsprechend sollte das Gebäude in eine städtebauliche Gesamtplanung eingebettet werden und hohe architektonische und freiräumliche Qualitäten aufweisen», sagt Leardini weiter. Daher ist bislang noch unklar, wann die ersten Bulldozer auffahren. «Einen definitiven Zeitplan gibt es nicht, es ist aber im Interesse der Gemeinde, dass so rasch wie möglich mit der weiteren Planung begonnen werden kann», sagt Fuchs. In diesem Jahr werde dies aber sicher noch nicht der Fall sein.

Wie der Neubau aussehen könnte, steht dabei noch offen. Architekten haben sich bislang noch keine mit dem Projekt auseinandergesetzt. «Wenn es so weit ist, wird es wohl einen Architekturwettbewerb geben», sagt Fuchs. Investitionspartner hat der geplante Bau aber bereits. So werden die Hauptbeteiligten an dem Neubau die Stiftung Gesundheitsförderung Bad Zurzach und Baden sowie die Immobiliengesellschaft Bonainvest Holding AG sein.

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